Feiern, bis der Mannschaftsarzt kommt – und wo? Im Deutschen Haus natürlich. Keine Olympischen Spiele ohne so ein German House – in welchem Land, in welcher Sprache auch immer. Freibier, Würstchen, Live-Musik und „german gemutlichkeit“. Wer am Clubhaus des Golfplatzes Nicklaus North von Whistler mit der weißblauen Festbeflaggung auf dem Weg nach Hause zum Einkehrschwung ansetzt, wird schnell merken: Bei den Germans brennt noch Licht, zumal auch wieder das Kufenstüberl aus Berchtesgaden nach Kanada exportiert wurde, Sachsen und Thüringer in Vancouver eigene Zelte aufgeschlagen haben. Schwere Audi-Limousinen mit Ingolstädter Kennzeichen karren die VIPs an.
Deutsch ist inoffizielle Amtsprache dieser Winterspiele. Und jeder scheint die „crazy Germans“ zu lieben, weil auch die Bedienung beim Mexikaner um die Ecke einen Großcousin in Bavaria hat oder zumindest gleich nebenan in Austria. Dass wir Kanada, das Land der Förster und Wölfe, so sehr lieben, ist kein Wunder. Denn schon die Germanen lebten bekanntlich in den Wäldern und somit stammen wir alle vom Förster ab.





