Das ZDF sucht nach einem Namen für seinen Biber. Endlich. Das wird höchste Zeit. Das putzige Pelztier rettet so manche lange Nacht. Egal, ob Wetterexperte Kachelmann glaubt, Biber nagten nur an Laub- und nicht an Nadelbäumen. Wir mögen das Tier wie früher Scrat, das lustige Säbelzahneichhörnchen aus „Ice Age“.

Wenn Katrin Müller-Hohenstein bei ihrem Attribute-Glücksspiel die „zauberhafte“ Jenny Wolf ankündigt, und keine entsprechend zierliche sondern eine burschikose Frau ins Bild zaubert, staunen wir. Stilsicher nagt nur der namenlose Biber.

Arg wird es, wenn Wolf-Dieter Poschmann loslegt, vom ZDF munter als Kommentator eingesetzt, obwohl er als Stadionsprecher beim Eisschnelllauf Zweifel an seiner journalistischen Unabhängigkeit gestattet. Poschmann empfiehlt Wolfs Rivalin kühne Taktiken für den Start im letzten Duell: Wenn die Südkoreanerin „richtig abgezockt wäre, würde sie einen Fehlstart machen“, sagt er, da Wolf dann nicht mehr so explosiv anlaufen könne. Die Koreanerin ist noch viel abgezockter: Sie gewinnt ganz fair und ehrlich.

Als wir uns dann über Silber und auf den Biber freuen, nagt Trauer an uns wie der Biber an den im Fernsehen eingeblendeten Bauchbinden. Ach, würde der kleine Kerl doch auch nur kommentieren.