Basketball

Alba Berlin verliert zum vierten Mal gegen Ludwigsburg

Die Berliner unterliegen 74:78 gegen die Riesen. Und das unter den Augen von Thomas Tuchel, Hans-Joachim Watzke und Spielern vom BVB.

Trainer Sasa Obradovic konnte mit seinem Team nicht zufrieden sein

Trainer Sasa Obradovic konnte mit seinem Team nicht zufrieden sein

Foto: Gregor Fischer / dpa

Berlin.  Am Ende half auch ein großer Kampf nichts: Und so sind alle schlechten Dinge vier für das Basketballteam von Alba Berlin. Vier Mal hat die Mannschaft von Trainer Sasa Obradovic in dieser Saison (Eurocup/Bundesliga) gegen die Riesen Ludwigsburg gespielt.

Und vier Mal unterlag Alba. Den vierten Streich gab es am Sonnabend vor 10.188 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena mit 74:78 (33:43). Bester Berliner Werfer war Elmedin Kikanovic (19 Punkte). Alba büßte Platz drei in der Tabelle ein.

Obradovic: "Ludwigsburg hat verdient gewonnen"

„Wir haben einfach die Würfe am Ende nicht getroffen, die wir hätten treffen müssen“, haderte Albas Akeem Vargas. „Aber wir haben stark gekämpft.“ Trainer Obradovic ließ keinen Zweifel: „Ludwigsburg hat verdient gewonnen.“ Dragan Milosavljevic konnte wegen seiner Bänderverletzung am Sprunggelenk wieder nicht spielen.

Der Serbe saß ebenso neben dem Spielfeld wie Niels Giffey (Fuß) und Jordan Taylor (Hand). Doch Obradovic wollte diese Schwächung „nicht als Ausrede“ gelten lassen. „Das wäre zu einfach, auch wenn uns das Fehlen schon wehgetan hat.“

Natürlich war Ludwigsburgs Trainer John Patrick „sehr stolz“. Die Riesen wurden ihrem Ruf einmal mehr eindrucksvoll gerecht. Sie spielten zwar sehr, sehr hart (die völlig überforderten Unparteiischen ließen ihnen viel zu viel durchgehen), aber auch Alba selbst fand lange im Spielaufbau einfach zu wenig Mittel gegen die aggressive Defense des Teams von Patrick.

Alba wirkte zu oft hilflos, fahrig, fehlerhaft. Unter den Augen einer Fußball-Abordnung des BVB (Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, Trainer Thomas Tuchel, Weltmeister Mats Hummels und weitere Spieler schauten zu) gelang wenig, da konnte Obradovic toben wie er wollte. Mit bis zu 15 Punkten (26:41/18. Minute) lag Berlin in den ersten 20 Minuten zurück.

Mats Hummels: „Leider hat es das falsche Ergebnis gegeben“

Schnell hieß es nach dem Wechsel 33:48, Alba brachte weiter selten einen vernünftigen Spielaufbau zustande. „Wir wollen Euch kämpfen sehen“, riefen die Treuesten aus dem Fanblock. Zehn Minuten vor Ende hieß es 50:64. Doch die Berliner mit einem starken Youngster Ismet Akpinar (15) erhörten die Rufe der Fans und kamen sensationell zurück: Nur noch 66:68 und noch vier Minuten zu spielen, dann das umjubelte 69:69 durch Will Cherry (38.). 15 Sekunden vor Ende 74:75. Ludwigsburg blieb an der Freiwurflinie cool, Alex Kings letzter Wurf ging daneben.

„Das war echt spannend“, meinte Mats Hummels, „leider hat es das falsche Ergebnis gegeben.“ Er hatte Alba die Daumen gedrückt. Obradovic schaute gleich nach vorn: „Wir müssen das Spiel so schnell wie möglich vergessen und uns auf den Dienstag konzentrieren.“ Dann triff Alba im Entscheidungsspiel um den Einzug ins Eurocup-Achtelfinale in der Mercedes-Benz Arena (20 Uhr) auf Neptunas Klaipeda.