Basketball

Weswegen Alba trotz dreier Niederlagen keine Krise hat

Der Blick geht nach vorn: Mit einem Sieg gegen Bremerhaven an diesem Sonntag will das Team von Sasa Obradovic den Negativtrend stoppen.

Fest zupacken: Der Berliner Spieler Jonas Wohlfarth-Bottermann (r.) behauptet sich gegen den  Ludwigsburger Jason Boone

Fest zupacken: Der Berliner Spieler Jonas Wohlfarth-Bottermann (r.) behauptet sich gegen den Ludwigsburger Jason Boone

Foto: Soeren Stache / dpa

Berlin.  Dreimal in Folge verloren, da macht in mancher Kabine gern mal das Wort Krise die Runde. Glaubt man Basketball-Nationalspieler Akeem Vargas, ist das bei Alba Berlin anders. „Ich bin jetzt das dritte Jahr in dem Klub, aber das Wort hab ich hier noch nie gehört“, behauptet er.

So einen Weckruf von außen braucht sein Team demnach nicht. Er kann sich gar nicht erinnern, mit Alba schon mal drei Pleiten hintereinander erlebt zu haben. „Wir haben einen anderen Anspruch – wir wollen immer gewinnen“, erklärt Vargas. Sein Kapitän Alex King ergänzt: „Nach den Niederlagen in Oldenburg und Reggio Emilia sind wir frustriert. Wir wissen: Wir hätten genauso gewinnen können.“

Gäste sind nur Vorletzter der Bundesliga

Auf der anderen Seite wird niemand darüber tief erschrocken sein, dass Alba dort verloren hat. Schlimmer wäre es schon, am Sonntag (17 Uhr, Mercedes-Benz Arena) vor den eigenen Fans einen weiteren Rückschlag folgen zu lassen. Denn der Gast Eisbären Bremerhaven ist Tabellen-Siebzehnter der Bundesliga und unterlag zuletzt sechs Mal in Serie.

Zweimal knapp, in Würzburg und gegen Bayern München, jeweils nach klaren Führungen. Offenbar haben die Norddeutschen mit ihrem wilden Basketball Probleme, Siege auch ins Ziel zu bringen. „Das“, sagt Sasa Obradovic ironisch in Anspielung auf die jüngsten Resultate, „können wir noch besser.“

Der Alba-Trainer verweist aber auch darauf, wie gut seine Mannschaft noch immer dasteht. Zum einen als doch etwas überraschender Bundesliga-Tabellenführer. Und im Eurocup fehlt nur ein Sieg aus drei Spielen, um sicher die nächste Runde zu erreichen. „Das war unser Saisonziel“, erinnert der Coach. Vieles läuft nach Plan.

Giffey fehlt wegen einer Fersenverletzung

Nicht alles. „Wir bleiben nicht immer ruhig, wo wir es müssten“, kritisiert der Serbe. „Unser Spiel über 40 Minuten durchzuhalten, schaffen wir noch nicht“, erkennt Vargas. „In einem kleinen Loch“ sei Alba, das am Sonntag auf Niels Giffey (Fersenverletzung) verzichten muss, gibt immerhin King zu.

Um so wichtiger, dass daraus kein Trend wird; Bremerhaven zu schlagen, ist so etwas wie Pflicht. Trotz deren Athletik, Reboundstärke, individueller Klasse. „Wir müssen gewinnen“, stellt Obradovic klar.