Basketball

Obradovic und McLean von Alba Berlin sind die Besten der Liga

| Lesedauer: 3 Minuten
Sebastian Arlt

Foto: Lukas Schulze / dpa

Trainer und Center des Berliner Basketballteams werden von der Liga ausgezeichnet. Beide stellen die Mannschaft in den Vordergrund. Am Freitag spielt Alba daheim gegen den Absteiger Crailsheim.

Für Marco Baldi ist der Fall klar. „Es wurde gewürdigt, dass wir bisher eine überragende Saison gespielt haben“, sagt der Geschäftsführer des Basketballteams von Alba Berlin hoch erfreut. Denn gerade wird Alba mit Auszeichnungen geradezu überschüttet.

Wurde am Dienstag bekannt gegeben, dass Clifford Hammonds wie im Vorjahr zum besten Defensivspieler der Bundesliga in dieser Saison gewählt wurde, kam es am Donnerstag für die Berliner noch besser: Center Jamel McLean wurde zum wertvollsten Spieler (MVP) und Coach Sasa Obradovic zum Trainer des Jahres gekürt. Gewählt haben die Trainer der Bundesligisten, die Klub-Kapitäne und ausgewählte Medienvertreter.

Als „Ehre, aber auch große Herausforderung“ sieht Obradovic seine Wahl. „Ich nehme die Auszeichnung als ein Zeichen des Respekts für die Arbeit aller Alba-Trainer und -Spieler und als eine Motivation für kommenden Wochen, in denen wir uns die möglichst beste Ausgangsposition fürs Play-off sichern wollen.“

Momentan steht Alba auf Rang eins, was Heimvorteil bis zum möglichen Finale bedeuten würde. Am Freitagabend (20 Uhr, O2 World) ist daher ein Sieg gegen die als Absteiger feststehenden Crailsheim Merlins Pflicht.

Alba würde den Platz an der Sonnen behalten, wenn das Team sämtliche noch ausstehenden drei Heimspiele (Crailsheim, Bremerhaven, Bamberg) gewinnen sollte. Dann könnte man sich sogar eine Niederlage beim Meister in München am kommenden Sonntag leisten. Trotz aller Auszeichnungen: „Wir haben noch nichts gewonnen“, sagt Baldi. Und Obradovic fügt an: „Wir müssen als Team jetzt noch härter arbeiten.“

Ausrüster Adidas verlängert bis zum Jahr 2020

Als großes Plus des Alba-Jahrgangs 2014/15 sieht Baldi die „Geschlossenheit“ an. Auch McLean, der im vergangenen Sommer aus Bonn nach Berlin kam, stellt die Mannschaft in den Vordergrund. „Das ist definitiv eine Team-Auszeichnung. Ich hätte diesen Titel sicher nicht gewonnen, wenn ich nicht so tolle Mitspieler und Trainer um mich hätte.“

Es sei schön, „dass in Deutschland wahrgenommen wird, dass in Berlin von allen ein guter Job gemacht wird.“ McLean, bei Alba mit 14,4 Punkten bester Werfer und auch in der Reboundstatistik führend (6,6), gewann vor dem Bamberger Brad Wanamaker und Khalid El-Amin (Göttingen).

In den vergangenen zehn Jahren wurden von Alba Jovo Stanojevic 2006 und Julius Jenkins (2008, 2010) zum MVP gekürt. Ein Berliner Coach wurde hingegen erstmals ausgezeichnet. Hinter Obradovic landeten Johan Roijakkers (Göttingen) und Gordon Herbert (Frankfurt) auf den Plätzen.

In die Reihe der guten Nachrichten bei Alba passte am Donnerstag auch, dass Ausrüster Adidas, seit Vereinsgründung 1990 dabei, seinen Vertrag mit den Berlinern bis zum Jahr 2020 verlängerte.