Basketball

Alba bei Real Madrid ohne vier Stammspieler auf verlorenem Posten

Die Sorgen von Sasa Obradovic werden immer größer. Bei Real Madrid musste der Alba-Trainer auf vier Stammkräfte verzichten. Die Berliner waren chancenlos und kassierten ihre höchste Saisonniederlage.

Foto: Alberto Martin / dpa

Ohne vier Leistungsträger war Alba Berlin in der Zwischenrunde der Basketball-Euroleague bei Real Madrid völlig chancenlos. Die Berliner kassierten beim 62:93 (39:46) im zehnten Spiel die sechste Niederlage, haben aber noch immer Chancen auf das Erreichen des Viertelfinales. Denn als nächstes haben die Berliner zwei Heimspiele gegen Galatasaray Istanbul und Roter Stern Belgrad.

Radosevic hat Grippe

Doch zunächst müssen sie ihre Personalnöte lindern. Beim Bundesliga-Zweiten fielen in Madrid die schon länger verletzten US-Amerikaner Jamel McLean, Clifford Hammonds und Jonathan Tabu aus, dazu hatte auch der grippeerkrankte Kroate Leon Radosevic die Reise nach Spanien gar nicht erst mit angetreten.

So konnte Alba statt der erlaubten zwölf sogar nur zehn Spieler in den Spielberichtsbogen eintragen. Trainer Sasa Obradovic ließ Youngster Ismet Akpinar (6 Punkte) 18 Minuten auf dem Parkett, auch Jonas Wohlfarth-Bottermann (9 Punkte), Jannik Freese (1) und Martin Seiferth (4) konnten sich trotz der Niederlage wenigstens über viele Einsatzminuten freuen. Aber sie konnten die etablierten Kräfte natürlich nicht ersetzen. „Wir alle haben unser Bestes gegeben“, sagte Center Marko Banic, „wir haben eben viele Verletzte im Moment. Aber was immer in den nächsten Spielen noch geschieht, wir werden stolz auf unsere Euroleague-Saison sein.“

Nur Redding und King punkten in Madrid zweistellig

Reggie Redding (14 Punkte) und Alex King (10) waren die erfolgreichsten Werfer bei den Gästen, die schon nach dem ersten Viertel (18:27) deutlich zurücklagen. Bis zur Halbzeit hatten sie sich wieder etwas herangekämpft, hatten dann aber der höheren Qualität Reals nichts mehr entgegenzusetzen und schließlich die höchste Saisonniederlage zu quittieren. Für den Euroleague-Favoriten Madrid, der als erstes Team den Einzug ins Viertelfinale sicherte, traf Jaycee Carroll (13) vor gut 8000 Zuschauern am besten. Die Madrider bestachen jedoch vor allem durch ihre mannschaftliche Ausgeglichenheit.

Am Sonnabend (18.30 Uhr) empfangen die Berliner in der Bundesliga die abstiegsgefährdete TBB Trier.