Basketball

Alba muss in Madrid auch noch auf Radosevic verzichten

Foto: JOSEP LAGO / AFP

Die Personalprobleme beim Berliner Basketballteam werden immer größer. Am Donnerstag in der Europaliga beim großen Favoriten Real Madrid werden vier Schlüsselspieler fehlen.

Eigentlich hatte Sasa Obradovic, der Trainer von Alba Berlin, gehofft, dass es nicht mehr schlimmer kommen könnte. Doch jetzt sind die Personalprobleme beim Berliner Basketballteam noch größer geworden.

Als der Alba-Tross sich zum Europaligaspiel am Donnerstag bei Real Madrid (21 Uhr, kostenpflichtiger Livestream bei sport1.de) aufmachte, saß auch Leon Radosevic nicht mit im Flugzeug in Richtung Spanien. Der Kroate hatte wegen einer Grippe bereits am Dienstag nicht trainieren können. Radosevic blieb ebenso in Berlin wie die verletzten Jamel McLean (Muskelfaserriss im Oberschenkel) und Jonathan Tabu (Mittelfuß). Clifford Hammonds (Zerrung des Syndesmosebandes) flog zwar mit nach Madrid, sein Einsatz gegen die „Königlichen“ ist aber so gut wie ausgeschlossen.

„Zwar haben wir in Barcelona bewiesen, dass wir auch in dezimierter Aufstellung gut spielen können, aber Real ist momentan viel stärker als Barcelona“, sagt Obradovic. In Barcelona hatte Alba einen großen Kampf geliefert und erst nach Verlängerung 82:92 verloren. Damals fehlten aber lediglich McLean und Hammonds. „Das Ergebnis ist nicht so wichtig“, erklärt der Coach, „es ist wichtiger, wie wir reagieren.“

Real ist gerade in Topform, seit zwölf Pflichtspielen sind die Spanier in der nationalen Liga und in Europa unbesiegt. Ihr Saisonziel: In der eigenen Stadt wollen sie im Mai das Final Four gewinnen. Alba muss das Beste aus der schwierigen Situation machen. Flügelspieler Niels Giffey sieht die Sache pragmatisch: „Ich nehme es als Lehrstunde, das bedeutet, dass wir dort das beste Spiel geben, das wir geben können.“

( seb )