Fünf Siege in der Bundesliga, einer gegen NBA-Champion San Antonio und nur eine Niederlage gegen ZSKA Moskau in der Europaliga. Die Basketballer von Alba Berlin sind im Soll. Käme am Freitagabend noch ein weiterer Erfolg hinzu, wären sie weit mehr als das, denn sie treten in zweiten Spiel in der Königsklasse bei Unicaja Malaga (20.45 Uhr) an.
Die Spanier sind seit 2001 Dauergast in der Europaliga und kamen in den letzten neun Jahren jeweils in die Top16. Ihren Saison-Auftakt gewannen sie bei Cedevita Zagreb klar mit 78:63, in der spanischen Liga ACB sind sie noch ungeschlagen. Es wäre also übertrieben zu behaupten, Malaga käme Alba gerade recht, um den ersten Saisonsieg in Europa zu landen.
Allerdings war das 68:84 gegen Moskau vor einer Woche keinesfalls entmutigend. „Wir hatten ein wenig soft angefangen, aber dennoch eine Chance zu gewinnen, haben es dann aber nicht gepackt“, erklärt Clifford Hammonds. „Wir hatten zu viel Respekt“, sagt Coach Sasa Obradovic. „In Malaga wollen wir richtig aggressiv aufs Parkett gehen.“
Auch Niels Giffey fand, „dass wir gegen Moskau über drei Viertel sehr gut gespielt haben“. Wobei er von der Klasse der Gäste aus Russland schon beeindruckt war. „Das war schon auf allerhöchstem Niveau und ich glaube, wir können von der Europaliga als Team sehr profitieren. Fast alle von uns sind in den Zwanzigern und wenn wir gegen die besten Teams und vor allem auch Spieler antreten, sind das Erfahrungen, die sehr, sehr wichtig sind.“
Giffey wäre aber nicht zweimaliger US-College-Champion, wenn nicht noch ein Nachsatz käme: „Wir wollen natürlich nicht nur mit den Besten mitspielen, sondern sie auch schlagen. Ich denke, an einem guten Tag ist immer was drin. Ich will nicht hochnäsig rüberkommen, aber ich bin überzeugt, wir haben in dem Spiel unsere Chance.“
Was die Geschichte belegt: Es ist das neunte Duell gegen Malaga, die Bilanz lautet 3:5. im April 2013 gewann Alba in Andulasien allerdings mit 68:55.
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