Basketball

Alba kann auch kämpfen - Mühsamer 68:58-Sieg in Bayreuth

Alba hat im zweiten Saisonspiel den zweiten Sieg gefeiert. Damit bleiben die Berliner mindestens bis Sonntagabend Tabellenführer. Neuzugang Marko Banic kam bei seinem Bundesliga-Debüt auf vier Punkte.

Zwei Tage nach der Galavorstellung gegen die BG Göttingen bewies die Mannschaft von Alba Berlin, dass sie auch enge, mit erbitterter Härte geführte Spiele gewinnen kann. Bei der BG Bayreuth siegte das Team von Trainer Sasa Obradovic am Ende scheinbar deutlich mit 68:58 (32:26). Nach zwei Spieltagen der Basketball-Bundesliga führt der deutsche Pokalsieger damit die Tabelle an. „Es war ein Kampfsieg“, sagte der Berliner Nationalspieler Niels Giffey, „ein sehr physisches Spiel, in dem wir am Ende ein bisschen mehr Energie hatten.“

Anders als beim 110:74 gegen Göttingen traf Alba in dieser Partie auf viel mehr Gegenwehr. Auch die Franken hatten ihr erstes Spiel gewonnen und schienen nicht gewillt, sich vom Favoriten im Schnelldurchgang beiseite schieben zu lassen. Im Gegenteil: Bayreuth kämpfte und arbeitete und suchte immer wieder sein Heil im Eins-gegen-Eins und in Distanzwürfen. Vor allem die Amerikaner Trevon Hughes (18 Punkte) und Brandon Bowman (16) taten sich dabei hervor. Das spannendste Duell lieferten sich Hughes und Albas Spielmacher Cliff Hammonds, mit 17 Punkten, aber vor allem mit seiner klugen Spielweise bester Berliner.

Im ersten Viertel lagen noch meist die Gastgeber vorn, dann übernahm Alba mit einer 12-Punkte-Serie zum 32:24 das Kommando. Von da an versuchten die Bayreuther, diesen Rückstand wettzumachen, aber näher als mehrfach bis auf einen Zähler kamen sie nicht heran. Für sie erschwerend kam hinzu, dass sie längst nicht eine so stark besetzte Reservebank wie ihr Berliner Gegner haben. Hughes und Bowman, aber auch alle anderen wirkten am Ende müde gespielt von der aggressiven Alba-Verteidigung.

Allerdings hatten auch die Gäste nicht ihren besten Tag erwischt, was sich unter anderem an einer kläglichen Freiwurfausbeute von 50 Prozent (11/22) zeigte; teilweise lag sie gar bei 32 Prozent. Dass Alba dennoch klar gewann, mag dafür sprechen, dass die Bayreuther mit dem Kampf um die Play-off-Plätze auch in diesem Jahr nichts zu tun haben werden. Berlin dagegen ist einer der Favoriten auf den Meistertitel.