Basketball

Alba findet seinen neuen Trikotsponsor im Reich der Mitte

Seit einem Trainingslager 2011 pflegt Alba Berlin sehr gute Kontakte nach China. Jetzt zahlt sich das erstmals auch finanziell aus. Der deutsche Pokalsieger hat ein chinesisches Unternehmen als Trikotsponsor gewonnen.

Foto: nph/Engler / pa/nordphoto

Der neue Trikot- und damit Hauptsponsor von Alba Berlin ist eine echte Überraschung – und ist es auch wieder nicht. Am Dienstag präsentierte der deutsche Pokalsieger die chinesische ZhongDe Metal Group als Partner, „ein Novum im deutschen Basketball“, wie Alba-Aufsichtsrat Axel Schweitzer stolz sagte. Mögen die meisten Menschen mit dem Namen dieses Investors aus dem Reich der Mitte nicht viel anfangen können, für den Chef der Alba Group ist er alles andere als unbekannt. Mit seinem Unternehmen hat er erst im März in Berlin eine Vereinbarung über den Bau einer Anlage zur Herstellung von „Grüner Kohle“ aus Siedlungsabfällen in China unterzeichnet. Dabei waren Bundeskanzlerin Angela Merkel und Xi Jinping, der Präsident der Volksrepublik China. Die ZhongDe Metal Group ist einer der Projektbetreiber des neuen Industriestandortes in der Nähe der Millionenstadt Jieyang im Bezirk Kanton.

Seit 2011 aktiv in China

Seit einigen Jahren bereits ist der Basketball-Klub sehr aktiv in China. 2011 absolvierte Alba dort ein Trainingslager und bestritt mehrere Spiele gegen chinesische Teams. Seitdem entwickelte sich auf verschiedenen Ebenen eine Zusammenarbeit vor allem zwischen den Partnerstädten Berlin und Peking mit Schulen, Universitäten, dem Austausch von Schülern, Lehrern und Trainern. Der ehemalige Nationalspieler Henning Harnisch wurde zum China-Botschafter Albas. Auch eine Kooperation zwischen dem Verein und Pekings Basketball-Verband über mehrere Jahre wurde unterzeichnet.

Das langfristige Engagement zahlt sich nun erstmals auch in einem Sponsoring aus. Wie Alba-Geschäftsführer Marco Baldi versichert, bewegt sich der Vertrag in einem ähnlichen Bereich wie beim vorherigen Trikotsponsor Tintag. Nach Informationen der Morgenpost flossen damals rund 500.000 Euro pro Saison.

Jonathan Tabu fällt mindestens vier Wochen aus

Vielleicht hilft das Geld, einen zusätzlichen Spieler zu verpflichten. Auf den großen Positionen Center oder Power Forward wird nach Verstärkung gesucht. Der Spielmacher Jonathan Tabu wird ebenfalls länger als befürchtet ausfallen. Ein Sehnenanriss im Bereich der Brustmuskulatur zwingt den Belgier zu einer mindestens vierwöchigen Pause.