Sein Gegenüber Sasa Obradovic habe zum Spiel alles gesagt, fand Bayern Münchens Coach Svetislav Pesic nach dem 92:86 seines Teams im dritten Finalspiel zur deutschen Basketball-Meisterschaft gegen Alba Berlin. Da könne er ja andere Themen aufgreifen. Was folgte, war eine Attacke gegen Alba-Manager Marco Baldi, mit dem er als Trainer in Berlin sieben Jahre lang erfolgreich gearbeitet und sieben Titel gewonnen hatte.

„Er führt eine Kampagne gegen mich und den Verein, ohne meinen Namen zu nennen“, war einer der Vorwürfe. Seinen Nachfolger „Emir Mutapcic, die Legende“, habe Baldi „auf die Straße geworfen“, ein anderer. Er habe Baldi „zum Manager aufgebaut, er hat Basketball von mir gelernt und auch, wie man gewinnt. Wir haben in Serbien ein Sprichwort: Der Hund, den du fütterst, beißt dich am Ende.“

Baldi nimmt zu dem Rundumschlag vorerst keine Stellung. „Da ist so viel drin. Gegenwart, Vergangenheit, das muss ich erst mit ihm selbst besprechen“, sagte Baldi. „Ich habe versucht, Pesic anzurufen, aber er geht nicht ran.“ Alba-Aufsichtsrat Axel Schweitzer kommentierte süffisant, die Botschaft aus München sei „eine interessante Auslegung der Bayern-Maxime, nur über sich selbst sprechen zu wollen und nicht über andere“.

Etwas Positives gibt es aber auch für Berlin

Pesics Sohn Marko, einst Alba-Spieler, heute Geschäftsführer der Basketball- Bayern, mutmaßte, Baldi würde als Präsidiumsmitglied der Liga (BBL) bei den Schiedsrichter-Ansetzungen mitbestimmen und hätte beim Wiederholungsspiel der Bayern gegen Ludwigsburg seine Finger im Spiel gehabt. Vorwürfe, die BBL-Sprecher Dirk Kaiser, als abwegig bezeichnet. Bei solchen Themen seien Präsidiumsmitglieder „überhaupt nicht involviert“. Die Liga werde eine Stellungnahme anfordern. Allerdings auch eine von Alba, weil Obradovic und Baldi den Einsatz von Schiedsrichter Robert Lottermoser gefordert hatten.

Viel Negatives mitten in der Finalserie. Etwas Positives gibt es aber auch für Berlin: Die San Antonio Spurs, Alba-Testspielgegner am 8. Oktober 2014 in der O2 World, sind nach einem 104:87 gegen Miami Heat NBA-Champion.

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