Basketball

Alba geht gegen Ulm nach Zittersieg mit 2:0 in Führung

Die Berliner Basketballer haben auch das zweite Spiel der Play-off-Viertelfinalserie in Ulm mit 90:89 gewonnen. Es war zwar der fünfte Sieg nacheinander gegen die Schwaben - aber auch der knappste.

Foto: Daniel Kopatsch / Bongarts/Getty Images

Alba Berlin hat einen großen Schritt Richtung Halbfinale um die deutsche Basketball-Meisterschaft gemacht. Die Mannschaft von Trainer Sasa Obradovic gewann auch das zweite Spiel der Play-off-Viertelfinalserie nach dem Modus „Best of five“ bei Ratiopharm Ulm mit 90:89 (40:44). Damit fehlt den Berlinern nur noch ein Sieg, um den Einzug in die Vorschlussrunde perfekt zu machen. Die erste Chance dazu bietet sich am Donnerstag (20 Uhr) in der O2 World. Für Alba war es der 14. Pflichtspielsieg in Folge – und der fünfte nacheinander gegen die Schwaben.

Allerdings auch der knappste. Eine Weile schien es, als würde sich die Szenerie des vergangenen Sonnabends wiederholen. Im ersten Viertelfinale hatten die Berliner ebenfalls eine eher schwache erste Halbzeit hingelegt, nach 25 Minuten jedoch merklich in der Verteidigung zugelegt und schließlich klar 86:66 gewonnen. Wieder boten die Gäste anfangs nicht viel Überzeugendes, vor allem hatten sie schwache Wurfquoten aus allen Distanzen, selbst von der Freiwurflinie lag sie unter 50 Prozent.

Nach der Pause jedoch führten zwei schnelle Dreier von David Logan zur 47:46-Führung für Alba. Aber diesmal wollte sich Ulm, angefeuert von 6000 begeisterten Fans, nicht den Schneid abkaufen lassen und hielten dagegen, hatte sich kurz darauf erneut sieben Punkte Vorsprung erarbeitet. Eine Schlüsselszene dann in der 27. Minute. Ulms Trent Plaisted bekam ein Unsportliches Foul angekreidet, Trainer Thorsten Leibenath protestierte und erhielt ein Technisches obendrauf. Der herausragende Levon Kendall (23 Punkte) verwandelte seelenruhig sämtliche Freiwürfe, es stand 59:59.

Wieder hatten die Gastgeber eine gute Antwort, lagen im Anschluss an eine 7:0-Punkteserie 82:75 vorn. Alba konterte mit seinerseits neun Zählern und führte eineinhalb Minuten vor Schluss 86:82. Noch immer gab sich Ulm nicht geschlagen, nicht einmal, als Reggie Redding fünf Sekunden vor Schluss einen Freiwurf zum 90:86 verwandelte. Ein Dreier von Adam Hess unmittelbar darauf machte es ein letztes Mal spannend, doch die Gäste leisteten sich keinen Fehler und brachten das Resultat über die Zeit.

Beste Berliner Werfer waren neben Kendall David Logan (19), Reggie Redding (11) und Clifford Hammons (10). Bei den Gastgebern trafen Matt Howard (18) und Edgar Sosa (16) am besten.