Der Gedanke der Spielplangestalter war gar nicht schlecht. Am 34. und letzten Spieltag in der Basketball-Bundesliga Bayern München gegen Alba Berlin antreten zu lassen, machte Sinn. Ein richtiger Showdown um die besten Play-off-Plätze wurde erhofft. Doch wenn am Sonntag (17.20 Uhr, Sport1) die beiden Teams in München aufeinandertreffen, ist alles ganz anders: Bei aller Rivalität, die die Klubs verbindet, es scheint diesmal nur um die „goldene Ananas“ zu gehen. Die Bayern haben Platz eins sicher, spielen im Play-off-Viertelfinale vom kommenden Sonnabend an gegen Ludwigsburg, Alba als Dritter trifft auf Ulm.
Eine ganz spezielle Generalprobe
„Der Zeitpunkt ist natürlich nicht so gut“, sagt Albas Geschäftsführer Marco Baldi über diese ganz spezielle Generalprobe. „Niemand will sich vor dem Play-off verletzen.“ Aber man solle den Nutzen sehen, sich gegen einen ganz starken Gegner fürs Play-off präparieren zu können. Schließlich spielt die in der Offensive beste Mannschaft (Bayern) gegen die defensivstärkste (Alba).
Bayerns Cheftrainer Svetislav Pesic glaubt nicht, dass eine Mannschaft halblang machen könnte: „Jeder will doch unbedingt mit einem guten Gefühl ins Play-off gehen.“ Für Baldi ist mit Blick auf Albas Coach Sasa Obradovic und Pesic klar: „Die Philosophie der Trainer ist sowieso: volles Rohr.“ Wobei es bei Alba zuletzt nicht richtig rund lief. Das Fehlen von Leon Radosevic (Sprunggelenksverletzung) machte sich stark bemerkbar. Baldi: „Er ist nicht zu ersetzen.“
seb




