Trifft die Bezeichnung Angstgegner etwa nicht zu? Zumindest sind die s.Oliver Baskets Würzburg die einzige Mannschaft in der Basketball-Bundesliga, gegen die Alba Berlin eine negative Bilanz aufzuweisen hat. Vier Siegen stehen fünf Niederlagen gegenüber. Besonders ungern erinnern sich die Berliner noch ans Play-off im Mai 2012, als Alba überraschend mit 1:3 an Würzburg scheiterte. Doch diesmal scheinen die Gewichte klar verteilt zu sein: Alba kann mit einem Sieg an diesem Sonntag (17 Uhr, O2 World) den dritten Platz definitiv sichern, im Play-off würde man dann auf den Sechsten (Artland, Ulm oder Bonn) treffen. Würzburg kämpft ums Überleben, das Team von Trainer Stefan Koch hat wie Tübingen 18 Pluspunkte auf dem Konto. Eines dieser beiden Teams wird neben Vechta absteigen müssen.
„In diesem Spiel wird es von keiner Seite Geschenke geben“, weiß Albas Cheftrainer Sasa Obradovic. Die Gäste benötigten sowieso einen Sieg, „und ich möchte diesen dritten Platz so schnell wie möglich unter Dach und Fach bringen.“ Nach der Partie gegen Würzburg müssen die Berliner noch daheim gegen Frankfurt (Donnerstag, 1. Mai) und am kommenden Sonntag zum Hauptrunden-Abschluss beim Tabellenführer Bayern München antreten.
Nach der Heimniederlage von Bamberg gegen Oldenburg (75:82) hat sich für Alba sogar die theoretische Chance ergeben, Zweiter zu werden. Sollte Bamberg eines seiner ausstehenden Spiele (beim MBC und gegen Bonn) verlieren und Alba seine drei Spiele gewinnen, wäre diese Konstellation gegeben.
Doch bei Alba will man nicht rechnen, sondern sich nur auf die kommende Aufgabe konzentrieren. Nach dem 81:61 in Trier ist das Selbstbewusstsein weiter gewachsen. Trotz des klaren Erfolges war Obradovic nicht richtig zufrieden: „Für mich als Trainer ist es nie gut genug. Manches war heute Abend einfach nicht so gut“, meinte er nach der Partie. Trier hatte auf seine beiden verletzten Topscorer verzichten müssen. „Dieses Fehlen hat uns offenbar nicht genug motiviert“, bemängelte Obradovic.
seb





