Für den großen Texas-Showdown hofft College-Basketballer Niels Giffey auch auf die Unterstützung seines berühmten Nationalteamkollegen Dirk Nowitzki. „Wenn er will, kann er gern zum Spiel am Montag kommen“, sagte der überglückliche Berliner nach dem Sieg im Halbfinale seiner Connecticut Huskies (UConn) in der US-College-Meisterschaft. „Ich denke, er kann ein Ticket bekommen.“ Mit dem 63:53 über die topgesetzten Florida Gators ist der Flügelspieler aus der deutschen Hauptstadt nur noch einen Sieg von seinem zweiten Triumph nach 2011 beim prestigeträchtigen NCAA-Turnier entfernt.
Nicht nur US-Präsident Barack Obama fiebert bei der „March Madness“ mit: Schon in der Vorschlussrunde sorgten 79.444 Zuschauer im Football-Stadion der Dallas Cowboys für die größte Kulisse der College-Historie. Wenn am Montag UConn auf die Kentucky Wildcats trifft, legt sogar die Profiliga NBA eine Pause ein. Bereits nach dem Coup vor drei Jahren war Niels Giffey mit den Huskies bei Präsident Obama zu Gast im Weißen Haus gewesen.
In seinem letzten College-Jahr sorgte Giffey mit einem krachenden Dunk zum 61:49 knapp zwei Minuten vor Ende für die endgültige Entscheidung und war mit elf Punkten, vier Rebounds sowie starker Defensivleistung wichtiger Faktor für die erste Niederlage von Florida seit 30 Spielen. „Wir sind auf einem ähnlichen Lauf“, erinnerte Giffey an die Titelsaison des Außenseiters in seinem ersten Uni-Jahr. „Die Gemeinsamkeit ist, dass jeder dachte, dass unser Programm ziemlich tot war.“ Der Berliner steht nun zum nahenden Ende seiner College-Karriere nicht nur bei Alba hoch im Kurs.
Auch im Endspiel Außenseiter
Vor den Überlegungen über die Zukunft – Giffey liebäugelte stets auch mit einer Mini-Chance auf die NBA – gehen die Huskies aber wieder als leichter Außenseiter in das große Spiel um den Titel. „Eins noch“, meinte Top-Star Shabazz Napier mit erhobenem Finger in Richtung der UConn-Fans. „Wir glauben weiter an uns. Wir werden gewinnen.“ Ob Giffey & Co. dabei allerdings wirklich auf die Anfeuerung von Nowitzki hoffen darf, ist zu bezweifeln. Der NBA-Superstar befindet sich derzeit mit den Dallas Mavericks auf einem Auswärtstrip – und hatte sich während der Uni-Endrunde als Anhänger von Kentucky geoutet.
dpa




