Basketball

Alba gewinnt den Pokal - Und das ist erst der Anfang

Als die Berliner im Juli 2013 ein neues Team verpflichteten, sahen manche den Untergang des Abendlandes heraufziehen. Doch der Erfolg gibt ihnen recht. Für Alba ist noch viel möglich.

Foto: Daniel Kopatsch / Bongarts/Getty Images

Was für ein Triumph für Alba Berlin. Denn mal ganz ehrlich: Wer hätte das gedacht, wenn man sich etwa acht Monate zurückerinnert? Im Juli 2013 gaben die Berliner ihren Umbruch bekannt. Es ging dabei nicht nur darum, ein neues Team zu verpflichten. Man wolle wieder kontinuierlich etwas aufbauen, gerade mit jungen deutschen Spielern, hieß es. Nicht mehr, wie allzu oft in den Jahren davor, nur den kurzfristigen Erfolg im Auge haben. Das sorgte erst einmal für große Verwirrung: Viele Fans sahen den Untergang des Abendlandes heraufziehen. Alba kapituliere vor dem großen FC Bayern, der achtmalige Meister habe keine Ambitionen mehr, so der Vorwurf auch in manchen Medien.

Auch wenn jetzt im Schein des Titelgewinns natürlich alles besonders hell scheint, es war eine weise Entscheidung des Klubs, sich auf das zu besinnen, was ihn einst so stark gemacht hat. Der Erfolg gibt den Verantwortlichen Recht: Viel schneller, als sich das wohl jeder hat vorstellen können, ist Alba 2013/2014 ein Topteam geworden: Pokalsieg, Erreichen des Viertelfinales im Eurocup, in der Liga momentan auf Rang drei.

Sicherlich fehlt dem jungen Team noch die Reife, was sich immer mal in Einbrüchen dokumentiert, Paradebeispiel ist das Desaster in Valencia. Doch alle lernen schnell dazu, machen Fortschritte, auch Coach Sasa Obradovic hat sich weiterentwickelt. Wie immer die weitere Saison auch verlaufen wird: Viele im Kader haben Verträge über den Sommer hinaus, auch ein Beleg des neuen Stils. Mit dieser Kontinuität ist in Zukunft für Alba noch sehr viel möglich.