Basketball

Alba muss sich Oldenburg mit 73:82 geschlagen geben

Vizemeister Oldenburg hat das Spitzenspiel des 25. Bundesliga-Spieltages gegen Pokalsieger Alba klar für sich entschieden. Bei den Gastgebern überragte der Ex-Berliner Julius Jenkins mit 25 Zählern.

Foto: Carmen Jaspersen / dpa

Auf den ersten Blick klingt das Ausmaß der Niederlage gar nicht so dramatisch. 73:82 (36:48) unterlag Alba Berlin am Sonnabend in der Basketball-Bundesliga gegen die EWE Baskets Oldenburg.

Doch nicht nur musste die Mannschaft von Trainer Sasa Obradovic dadurch den dritten Tabellenrang an die Norddeutschen abgeben. Die Berliner waren auch wie noch nie in dieser Saison zeitweise derart im Hintertreffen, dass das einzig Gute für sie an dem Spiel war, dass sich die Höhe der Pleite am Ende in Grenzen hielt.

Nach passablem erstem Viertel, das Alba noch mit 20:18 für sich entschied, begann der Niedergang gleich nach der ersten kurzen Pause. Oldenburg startete eine 9:0-Punkteserie. Auf Berliner Seite kassierten Clifford Hammonds und Reggie Redding schon früh ihre dritten Fouls. „Das hat dazu geführt, dass wir nicht in unser Spiel gefunden haben“, sagte Alba-Sportdirektor Mithat Demirel, „Oldenburg ist heiß gelaufen, und wir mussten nur noch hinterherrennen.“ Besonders aus der Dreierdistanz kassierten die Gäste viel zu viele Treffer. Und vor allem auf einen Spieler traf das Bild vom „Heißlaufen“ zu.

Julius Jenkins, von 2006 bis 2011 noch Star des Berliner Teams, traf scheinbar nach Belieben (25 Punkte). Fünf von sechs Dreiern verwandelte der US-Amerikaner, insgesamt lag die Oldenburger Quote bei über 50 Prozent (11/21). Alba dagegen zielte bei 16 Versuchen 14-mal daneben. So ist der Berliner Untergang zu erklären; zu Beginn des Schlussviertels betrug ihr Rückstand beim 44:73 sogar 29 Zähler. Die 6000 Zuschauer in der ausverkauften EWE-Arena johlten. Die verunsicherten Berliner blieben sechseinhalb Minuten ohne Punkt, während die Baskets eine 15:0-Serie hinlegten.

Erst als die Gastgeber im Gefühl des sicheren Sieges nachließen, holte Alba auf, gewann das letzte Viertel 29:11. Redding sammelte in diesem Abschnitt als bester Berliner 17 seiner 23 Punkte. Immerhin hat Alba den direkten Vergleich gewonnen: Im Hinspiel wurde dieser Gegner noch 89:65 bezwungen.