Starke Verpflichtung

Auch Albas Gegner Bamberg fängt jetzt an zu wildern

Zweimal werden die Berliner im März auf Serienmeister Bamberg treffen, unter anderem im Halbfinale des Final-Four-Turniers. Ausgerechnet jetzt haben die Bayern sich personell verstärkt.

Foto: Lajos-Eric Balogh / picture alliance / Lajos-Eric Ba

Leon Radosevic hatte sich seinen 24. Geburtstag anders vorgestellt. Mit elf Punkten zählte der Alba-Center zwar zu den besten Berliner Werfern, an der 77:89-Niederlage in Ludwigsburg konnte aber auch er nichts ändern. „Wir haben leider in den letzten 15 Minuten aufgehört zu spielen“, befand Alba-Trainer Sasa Obradovic. „Wir haben jedoch zu viele Fehler gemacht, sowohl in der Offensive als auch in der Defensive.“

Das muss im restlichen Saisonverlauf besser werden, wenn man Titel gewinnen will. Zumal die Konkurrenz nichts unversucht lässt. So haben die Brose Baskets Bamberg, beim Pokal-Finalturnier Ende März in Ulm Albas Halbfinalgegner, gerade Spielmacher Jared Jordan von Ligakonkurrent Baskets Bonn verpflichtet.

Jordan nimmt die Chance wahr

Der 29 Jahre alte Amerikaner erhält beim Meister einen Vertrag bis Saisonende mit Verlängerungsoption. Der Abschied des Point Guards, der bereits in der Saison 2009/10 für Bonn aufgelaufen und 2011 zurückgekehrt war, hinterlässt bei den Verantwortlichen einen bitteren Beigeschack. „Wir sind vom Jordan-Agenten informiert worden, dass er nach Bamberg wechseln wolle, erst später erfolgte eine offizielle Kontaktaufnahme von Bamberg mit uns. Da war in Jordans Kopf aber schon längst alles passiert und zementiert“, ärgerte sich Bonns Boss Wolfgang Wiedlich.

Jordan wollte sich die große Chance nicht entgehen lassen. „Ich möchte mich bei den Telekom Baskets und bei den Bonner Fans für eine großartige Zeit bedanken. Der Wechsel zu den Brose Baskets ist ein großer Schritt für meine Karriere“, sagte der Bundesliga-Allstar. Bamberg freut sich über die „Idealbesetzung für die vakante Position“.