Basketball

Alba verschafft sich auf Sardinien gute Ausgangsposition

Alba darf sich große Hoffnungen auf das Erreichen des Viertelfinales im Basketball-Eurocup machen. Der Club setzte sich im Achtelfinal-Hinspiel beim italienischen Pokalsieger Dinamo Sassari durch.

Foto: Daniel Naupold / dpa

Die Basketballer von Alba Berlin haben sehr gute Chancen, ins Viertelfinale des Eurocups einzuziehen. Die Mannschaft von Trainer Sasa Obradovic kam gestern beim italienischen Vertreter Dinamo Banco di Sardegna Sassari zu einem 91:83 (47:40). Sie hat also immerhin ein Acht-Punkte-Polster für das Achtelfinal-Rückspiel am kommenden Dienstag (20 Uhr, O2 World). „Die Mannschaft hatte das Spiel fast über die kompletten 40 Minuten unter Kontrolle“, freute sich Sportdirektor Mithat Demirel. Zwar kamen die gefürchteten Distanzschützen der Mannschaft aus Sardinien auf zehn Treffer aus der Distanz, aber das war weniger, als man befürchtet hatte. Bei Alba überragte Leon Radosevic mit 24 Punkten, David Logan kam auf 18, Reggie Redding auf 17 Zähler.

„Man hat in den letzten Minuten gesehen, wie gefährlich Sassari ist“, sagte Demirel. Am Ende verringerten die Italiener ruck, zuck einen 16-Punkte-Rückstand auf acht Zähler. Demirel warnte deshalb mit Blick auf das Rückspiel: „Acht Punkte können in einer Minute weg sein.“ Obradovic sprach von einer „sehr starken Leistung“. Das Team sei „von der ersten Minute an konzentriert“ gewesen. „Jetzt müssen wir im Rückspiel die Leistung wiederholen.“

Radosevic überragt mit 24 Punkten

Sassari ist für seine unorthodoxe Spielweise bekannt: Gern wird mit Dreiern aus Entfernungen von bis zu neun Metern abgeschlossen. Solche Würfe sind ganz schwer zu verteidigen. Aber vor 4480 Zuschauern im „PalaSerradimigni“ lösten die Berliner ihre Defensiv-Aufgaben zumeist sehr gut. Während die Gäste ihre Angriffe ruhig vortrugen und immer wieder sicher abschlossen, kam Sassari nur schwer ins Spiel. Nach zehn Minuten hieß es 30:22.

Im zweiten Viertel ließ bei Berlin die Konzentration für kurze Zeit etwas nach. Albas Vorsprung schmolz dahin, nach 17 Minuten hieß es 36:38. Aber selbst in dieser Phase behielt Alba kühlen Kopf: Eine 11:0-Serie brachte die bis dahin höchste Führung (47:38). Beim Wechsel waren es noch sieben Punkte (47:40) Differenz.

Die Berliner starteten schlecht, Alex King vergab gleich zwei ganz einfache Korbleger, Dinamo kam heran (49:48). Aber erneut hielten die Berliner den Kopf oben. Immer wieder kamen sie zum richtigen Zeitpunkt zu Korberfolgen und ließen trotz einiger Sassari-Dreier keine italienische Führung zu. So waren es zum Ende des dritten Viertels wieder fünf Punkte (69:64) Vorsprung.

Würden die Berliner bis zum Schluss durchhalten? Nach 34 Minuten sah es sehr gut aus: Fünf Punkte von Redding in Serie und vier von Levon Kendall brachten erstmals einen 14-Punkte-Vorsprung (80:66). Kurz darauf hieß es sogar 84:68 (36.). In der Halle wurde es ruhiger, die Zuschauer waren von ihrer Mannschaft enttäuscht.

Die Gäste wirkten frischer, sicher auch begründet darin, dass Obradovic von Beginn an viel gewechselt hatte. Etwas ärgerlich nur, dass Alba den Italienern in der Schlussphase doch noch den einen oder anderen Punkt überließ.