Zu den unangenehmsten Erinnerungen der vergangenen Basketball-Saison gehört für Alba Berlin das Bundesligaspiel in Bayreuth. Die Franken warfen sich in einen Rausch, selbst die zweite Bayreuther Reihe traf fast nach Belieben.
Der Favorit, der wenig später immerhin deutscher Pokalsieger wurde, ging förmlich unter und kassierte mit 65:90 die höchste Niederlage der gesamten Spielzeit. Die Gegenwehr der Berliner hielt sich in Grenzen.
Team zeigt ein anderes Gesicht
Aber das war eine andere Alba-Mannschaft, eine, die zu jener Zeit schon hier und da auch mal Auflösungserscheinungen zeigte, wenn es nicht nach Plan lief. Ein solches Gesicht hat der aktuelle Berliner Jahrgang in bisher 14 Pflichtspielen, von denen er elf gewonnen hat, noch kein einziges Mal gezeigt. Und will es auch an diesem Sonnabend nicht tun, wenn es zur Revanche in der Oberfrankenhalle kommt.
Zuletzt im Eurocup gegen Bonn fanden die Berliner ebenfalls schwer ihren Rhythmus. Und zeigten dennoch die Tugenden, die sie jetzt auszeichnen. Wer nicht gut trifft, kann wenigstens verhindern, dass dies dem Gegner gelingt. „Die Verteidigung ist unser Fundament“, sagt Manager Marco Baldi, „Wir haben sie 40 Minuten lang gequält. Bonn konnte nicht mehr.“ Alba gewann am Ende klar mit 76:61.
Verteidigung ist das Fundament des Berliner Erfolgs
Gelingt wieder solch eine konzentrierte Vorstellung, ist Baldi nicht bange: „Wenn du in Bamberg ein großes Spiel ablieferst, kannst du trotzdem verlieren. Tust du es in Bayreuth, gewinnst du.“ Zumal die Gastgeber große personelle Probleme haben: In Bryan Bailey und Kevin Hamilton fehlen zwei Leistungsträger wegen Verletzungen.
BM





