Es ist für Alba Berlin immer eine große Herausforderung, alle Termine in der Basketball-Bundesliga, im Pokal und im Europapokal mit der O2 World abzustimmen, in der viele Konzerte stattfinden und in der der EHC Eisbären als Ankermieter Vorrang hat. Seit Albas Umzug von der Max-Schmeling-Halle in die 2008 eröffnete Arena am Ostbahnhof wurde jedoch immer eine Lösung gefunden. Aber für das Eurocupspiel gegen Virtus Rom konnte keine Übereinkunft erzielt werden. Jetzt findet das Spiel am 5. Dezember (Donnerstag) um 20 Uhr statt – in der Schmeling-Halle.
„Das wird für uns und für unsere Fans wie eine Zeitreise“, sagt Alba-Geschäftsführer Marco Baldi. Zwischen 1996 und 2008 war die Schmeling-Halle Albas Heimspielstätte. Baldi sagt aber auch: „Ein Spiel verschieben zu müssen, ist nie gut, insbesondere für alle Fans, die langfristig planen.“ So sei es aber „etwas Außergewöhnliches“. Warum Alba weichen muss, erklärt Michael Hapka, der Geschäftsführer der O2 World: „Wir haben bis zuletzt versucht, einen Termin für das Spiel zu finden. Wegen des aufwendigen Aufbaus der Ice-Age-Show ist die Arena jedoch die ganze Woche belegt.“ Faultier Sid, Mammut Manni oder Säbelzahntiger Diego haben die Halle in Beschlag genommen, die Basketballprofis David Logan, Vojdan Stojanovski oder Jan Jagla müssen umziehen.
Bei Niederlage in Rom fehlte die Erfahrung
Am 5. Dezember kommt es dann zur Revanche gegen die Römer, bei denen Alba am Dienstagabend mit 71:85 (25:44) die erste Niederlage im Eurocup einstecken musste. „Wir haben viel zu lange gebraucht, um uns auf das Spiel von Rom einzustellen“, kritisiert Trainer Sasa Obradovic. Vor allem die erste Hälfte war schlicht zum Vergessen. „Wir haben viel zu viele Bälle verloren – und in der Defensive haben wir nie mit der notwendigen Aggressivität gespielt“, so der Coach.
„Jeder Fehler, jeder falsche Schritt wurde sofort bestraft“, sagt Obradovic. Er hofft, „dass das vor allem für die jungen Spieler eine gute Schule war“. Denn gerade internationale Erfahrung hatten die Römer den Berlinern voraus.
Jetzt wartet in der Bundesliga am Sonnabend (20 Uhr, Sport1) Bonn auf Alba. Sportdirektor Mithat Demirel fordert: „Da müssen wir defensiv auf der Höhe sein.“





