Der Geist ist zumindest willig. „Wir müssen das Spiel voll konzentriert angehen“, sagt Basketballprofi Reggie Redding von Alba Berlin. Ob den Ankündigungen auch Taten folgen, lässt sich am Sonnabend (19 Uhr, O2 World) überprüfen, wenn Alba in der Bundesliga auf den Mitteldeutschen BC trifft.

Klare Sache, Alba ist haushoher Favorit. Aber gerade darin liegt auch eine große Gefahr, zumal die Berliner immer noch etwas im Hochgefühl des hart erkämpften Erfolges gegen Cai Saragossa im Eurocup am vergangenen Mittwoch sind. „Wenn wir glauben, dass wir uns nach dieser wunderbaren Europapokal-Nacht ausruhen können, bekommen wir mit Sicherheit Riesenprobleme“, warnt Geschäftsführer Marco Baldi. Er weiß, wie schwer es ist, nach einem großen Sieg wieder hundertprozentig fokussiert gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner zu spielen.

Baldi fordert weiter hohe Spiel-Intensität

Gegen Saragossa hatte Alba mit sehr hoher Intensität gespielt. „Das muss unser Markenzeichen sein“, fordert Baldi. Egal, ob der Gegner nun ein spanischer Spitzenklub oder eben der MBC ist. „Wir müssen mit dieser Intensität spielen, nur dann sind wir gut.“ Denn, wie es Redding ausdrückt: „In dieser Liga kann man es sich nicht leisten, eine Mannschaft zu unterschätzen.“

Ersetzt werden muss bei Alba ja der am Sprunggelenk verletzte Center Leon Radosevic. „Das ist ein schwerer Rückschlag für das Team, aber vor allem auch für Leon selbst“, sagt Trainer Sasa Obradovic. Jetzt sind große Spieler wie Jonas Wohlfarth-Bottermann und Jan-Hendrik Jagla um so mehr gefordert.

seb