Basketball

Stojanovski hofft bei Alba Berlin auf den Durchbruch

Mit dem Mazedonier kann Alba-Trainer Obradovic vor dem Bundesliga-Saisonstart einen alten Bekannten begrüßen. Stojanovski verstärkt die Berliner auf der Flügelposition. Dort hat er seine Stärken.

Foto: Armando Babani / pa/dpa

Dutzende Basketbälle fliegen durch die Luft. In der Trainingshalle von Alba Berlin herrscht Vollbetrieb, und Sasa Obradovic ist zufrieden. Knapp einem Monat nach dem offiziellen Trainingsstart und zwei Wochen vor dem ersten Pflichtspiel hat der Cheftrainer fast alle seine Spieler beisammen. Einzig Levon Kendall fehlt, der Kanadier musste noch rasch zum Fitnesstest.

Unter all den neuen Gesichtern, die sich die Alba-Fans nun einprägen müssen, ist eines für Obradovic schon länger bekannt: Es ist das von Vojdan Stojanovski.

Seit Freitag ist der Mazedonier in Berlin, er verstärkt den Bundesligisten auf der Flügelposition. Dort hat er seine Stärken, mit der Sprache hapert es aber noch ein bisschen. „Mein Englisch ist leider nicht so gut“, sagte der 25-Jährige am Montag vor der Trainingseinheit.

Potenzial zum Schlüsselspieler

Verständigungsprobleme zwischen ihm und seinen neuen Coach dürfte es dagegen nicht geben. Schließlich spielte der 1,94-m-große Basketballprofi schon ein Mal unter Obradovic. Vor knapp einem Jahr in der ukrainischen Liga, beim BC Donezk. Über diese Zeit findet der Serbe Obradovic nur lobende Worte. „Nachdem wir ihn im Januar verpflichtet hatten, war er der Faktor, der die Saison verändert hat“, sagte der Trainer, „er war vielleicht der Schlüsselspieler, der uns den Titel gebracht hat. Er kam von der Bank und war praktisch unaufhaltbar. Er versteht das Spiel sehr gut.“

Obwohl der mazedonische Nationalspieler sein bestes Basketball-Alter noch nicht erreicht haben dürfte, soll er in der jungen, runderneuten Mannschaft von Alba gemeinsam mit den erfahrenen Profis eine tragende Rolle spielen. Dass er dies kann, bewies er nicht nur bei seinen letzten Vereinen, sondern auch in der Nationalmannschaft. Bei der Europameisterschaft 2011 zog er mit seinem Land überraschend ins Halbfinale ein. Bei der EM, die derzeit in Slowenien stattfindet, kam dagegen nach der Vorrunde das Aus. Nun greift Stojanovski in Berlin an. Es ist sein bislang namhaftester Verein. „Alba ist ein großer Klub“, sagte der Mazedonier, „für mich ist das der größte Schritt meiner Karriere.“

Gute Erfahrungen

Mit Spielern aus der ukrainischen Liga hat Alba zuletzt gute Erfahrungen gemacht: So waren Vule Avdalovic und Zach Morley im Sommer 2012 aus der Ukraine nach Deutschland gekommen und prompt zwei wichtige Stützen des Teams geworden. Auf eine ähnliche Entwicklung hofft nun auch Stojanovski.