Basketball

Alba kassiert in Quakenbrück die nächste Niederlage

Alba Berlin kommt auch unter Trainer Sasa Obradovic nicht richtig in Schwung. Bei den Artland Dragons setzte es die dritte Niederlage in Folge. Viel Zeit, daraus die Lehren zu ziehen, bleibt nicht.

Foto: Daniel Reinhardt / dpa

Sie bekommen es einfach nicht hin. Nach passabler Leistung in der Europaliga wenige Tage zuvor enttäuschten die Basketballer von Alba Berlin in der Bundesliga erneut. Ein Woche zuvor hatten sie in Frankfurt verloren, jetzt setzte es in Quakenbrück eine richtige Abreibung. Das Team von Sasa Obradovic ging bei den Artland Dragons mit 56:72 (31:34) unter.

„Alle sind enttäuscht, jeder wollte das Spiel gewinnen“, beschrieb Sportdirektor Mithat Demirel die Stimmung in der Kabine. „Das Positive aus der knappen Niederlage gegen Istanbul mitzunehmen“, sei wieder mal nicht gelungen.

Chance der Bayern-Niederlage nicht genutzt

Zudem tut diese Niederlage besonders weh, weil tags zuvor Bayern München in Tübingen verloren hatte. Die Berliner hätten mit einem Sieg nach Niederlagen gerechnet in der Tabelle hinter Bamberg und Oldenburg alleiniger Dritter werden. Die Chance ist jetzt vertan und damit vielleicht sogar ein Stück weit Heimrecht im Play-off, das Anfang Mai beginnen wird.

Dabei hatte sich Obradovic für eine eingespieltere Rotation entschieden und Albert Miralles als zweiten Center neben Yassin Idbihi aufgeboten. Der Neue, Ali Traoré, und Derrick Byars kamen nicht zum Einsatz, da in der Bundesliga nur sechs Ausländer auflaufen dürfen. Dafür kehrte wie erhofft Heiko Schaffartzik nach seiner Wadenzerrung zurück ins Team.

Schaffartzik gelingt Comeback

Am Spielmacher der deutschen Nationalmannschaft lag es nicht, dass Alba in Quakenbrück chancenlos war. Der Grund offenbart sich vielmehr schon beim Blick auf das Ergebnis. 72 Punkte in fremder Halle zuzulassen, ist durchaus akzeptabel, 56 eigene Punkte sind es hingegen nicht. Je’Kel Foster warf siebenmal auf den Korb der Drachen, Anzahl der Treffer: Null. Nihad Djedovic kam bei fünf und Albert Miralles bei vier Versuchen zu dem gleichen Ergebnis. 16 Würfe, null Punkte – so kann man nicht nur in Quakenbrück nicht gewinnen. Beste Werfer waren Idbihi mit 13 und Schaffartzik mit elf Punkten, was dann aber auch nicht half.

Schon in der ersten Halbzeit hatte die Trefferquote der Berliner bei unter 30 Prozent gelegen, was allerdings durch die Überlegenheit bei den Rebounds (39:35) kompensiert werden konnte. Aus einem 12:18 macht Schaffartzik und Sven Schultze mit ihren Dreiern innerhalb von fünf Sekunden ein 18:18 (10.).

Kopflos in der zweiten Halbzeit

Im zweiten Viertel lag Alba sogar zweimal mit einem Punkt in Front, bevor es mit 31:34 in die Halbzeit ging. Auch zehn Minuten später durfte Obradovics Team noch hoffen (45:51), im Schlussviertel wurde dann aber spätestens beim 45:57 (32.) klar: Hier gibt es nichts mehr zu holen. Der Rückstand betrug immer neun Punkte oder mehr, die Hausherren hatten das Spiel komplett unter Kontrolle. „In der ersten Halbzeit waren wir noch im Spiel, obwohl wir keinen Rhythmus hatten“, erklärte Demirel, „in der zweiten dann aber im Angriff kopflos und ohne Geduld.“

Viel Zeit, daraus die Lehren zu ziehen, bleibt nicht: Am Dienstag kommt Ludwigsburg in die O2 World (20 Uhr).