Basketball

Alba Berlin verliert bei Skyliners Frankfurt mit 62:65

Selbst ein DaShaun Wood in Galaform, der 24 Punkte gegen seinen Ex-Klub holte, konnte die Niederlage trotz langer Führung nicht verhindern.

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Es war eigentlich alles bestens gerichtet: Ulm, die Konkurrenz um Platz zwei in der Bundesliga, hatte in Ludwigsburg geschwächelt und Alba Berlin hatte beim Tabellenvorletzten anzutreten. Ein Sieg und die Chancen, aus einer guten Ausgangsposition in das Play-off zu starten, wären gestiegen.

Aber die Hürde bei den Skyliners in Frankfurt erwies sich am Sonntag als zu hoch. In den letzten Minuten kippte das Spiel und die Berliner verloren 62:65 (29:29).

Sasa Obradovic muss von der Vorstellung seines neuen Centers Ali Traoré beim 65:80 zwei Tage zuvor bei ZSKA Moskau ziemlich angetan gewesen sein. Der französische Nationalspieler war dort in 19 Minuten auf sieben Punkte und sechs Rebounds gekommen.

Genug für Albas Coach, ihn auch in Frankfurt in die Startaufstellung zu beordern. Da in der Bundesliga nur sechs Ausländer aufgeboten werden können, musste sich Albert Miralles zu Derrick Byars auf die Tribüne gesellen. Heiko Schaffartzik, der schon mit Wadenproblemen in Moskau pausiert hatte, nahm hingegen wegen der Deutschen-Quote auf der Bank Platz, kam allerdings erneut nicht zum Einsatz.

Teams glänzten nicht durch ihre Trefferquoten

Trotz der abermaligen Rochaden startete Alba gut in das Spiel bei den Skyliners. Spielmacher DaShaun Wood, der 2011 aus Frankfurt nach Berlin gekommen war, schien an alter Wirkungsstätte besonders motiviert. Durch ihn setzte sich Alba gleich mit 7:2 ab (5.), Yassin Idbihi, Zach Morley und Deon Thompson legten nach - 14:11 nach dem ersten Viertel.

Beide Teams glänzten nicht gerade durch ihre Trefferquoten, deshalb war es besonders wichtig, dass sich die Berliner gleich die Vorherrschaft bei den Rebounds erkämpfte. Beim Stand von 22:15 (13.) eroberten dann aber die Gastgeber immer mehr verworfene Bälle zurück.

Nach einer 0:8-Serie lag Alba dann auch 22:23 zurück. Durch Wood, der in der ersten Halbzeit 15 seiner 24 Punkte machte, führte seine Mannschaft postwendend wieder, aber die erste Chance, sich abzusetzen war vertan – 29:29 zur Pause.

Führung wurde erneut verspielt

Zu Beginn des zweiten Durchgangs drehte Je’Kel Foster mit acht Punkten seiner zwölf in Folge auf. Er und Nihad Djedovic trafen erst zum 40:34 (26.), dann zum 49:43 (29.). Dank Wood hatte die Sechs-Punkte-Vorsprung auch noch zum Ende des dritten Viertels Bestand (53:47).

Wie Foster zuvor war jetzt Frankfurts Ryan Brooks nicht zu kontrollieren. In der 36. Minute glich er zum 57:57 aus. Jetzt war es an den Berliner, hinterher zu laufen. Morley glich zum 59:59 aus, Wood beantwortete einen Dreier von Frankfurts Dawan Robinson zum 62:62. Der nächste Distanzwurf der Gastgeber durch Quantez Robertson zum 62:65 (38.) blieb ohne Antwort.

30 Sekunden vor dem Ende verlor Deon Thomspon den Ball. Die Berliner kamen sechs Sekunden vor dem Ende noch mal in Ballbesitz, brachten aber keine Aktion, die die Verlängerung hätte erzwingen können, mehr zustande. Die Niederlage gegen den Tabellenvorletzten war perfekt.

Traoré tat sich auf dem Bundesliga-Parkett in Frankfurt schwerer als zuvor auf dem europäischen in Moskau. Er spielte bei den Skyliners 17 Minuten, machte zwei Punkte und holte vier Rebounds.