Basketball

Alba Berlin kassiert auch bei ZSKA Moskau eine Niederlage

Aufholjagd nach hohem Rückstand nutzt in der Europaliga auch diesmal nichts. Zugang Ali Traore feiert einen ordentlichen Einstand.

Foto: Sergei Ilnitsky / dpa

Ein mehrminütiger Blackout, der zu einem 18-Punkte-Rückstand führte, nach einer Aufholjagd bis auf fünf Zähler herangekommen, am Ende doch klar mit 65:80 (33:44) bei ZSKA Moskau verloren. Das Basketballteam von Alba Berlin zeigte am Freitag in der Europaliga wieder einmal die ganze Bandbreite dessen, was bei dieser Mannschaft möglich ist.

Unter dem Strich steht in Europa die achte Niederlage im neunten Spiel. „In entscheidenden Situationen haben wir nicht kühlen Kopf bewahrt“, sagte Sportdirektor Mithat Demirel. Für die Berliner gibt es keine Ruhepause: Bereits am Sonntag müssen sie in der Bundesliga in Frankfurt antreten.

Der Franzose trug dazu bei, dass es nach neun Minuten 16:15 stand. Insgesamt stand Traore 17:25 Minuten auf dem Parkett, kam auf sieben Punkte und schnappte sich sechs Rebounds. Er deutete an, dass er für Alba zu einer großen Hilfe werden kann. Demirels Urteil: „Er hat seine Sache ordentlich gemacht.“

DaShaun Wood mit elf Punkten bester Werfer

Doch nach besagter Führung zeigten die Berliner erst einmal ihr anderes Gesicht. Defensiv unkonzentriert, im Angriff brachten weder DaShaun Wood noch Je’kel Foster richtig Struktur ins Spiel – die Fehler häuften sich. In dieser Phase machte sich das Fehlen von Spielmacher Heiko Schaffartzik bemerkbar, der wegen Wadenproblemen sicherheitshalber nicht eingesetzt wurde. Alba legte eine 0:17-Serie bis zum 16:32 hin. Der Rückstand wuchs sogar auf 18 Zähler (24:42/16.) an.

Es spricht für die Berliner, dass sie nicht aufsteckten. Hatten sie sich in den ersten 20 Minuten sieben Ballverluste geleistet, waren es in Hälfte zwei nur noch zwei. Und als dann auch noch Wood (mit elf Punkten bester Berliner Werfer) und Derrick Byars mit Dreiern trafen, wurden die 4122 Zuschauer für einen kurzen Moment unruhig. Denn nach 34 Minuten hieß es aus Berliner Sicht nur noch 65:70. Doch dann setzte sich die individuelle Klasse von ZSKA durch, bei Alba hingegen war die Luft raus.