Basketball

Albas Hoffnungen ruhen auch in Frankfurt auf Center Traoré

Erst einmal hat Ali Traoré das Trikot Alba Berlins getragen. Bereits in Moskau zeigte er, wie wertvoll er für sein neues Team werden kann.

Foto: Alexander Zemlianichenko / AP/dpa

Trotz der Niederlage war Ali Traoré glücklich. „Es hat so gut getan, endlich wieder auf dem Feld zu stehen“, teilte der Center von Alba Berlin seiner Gefolgschaft nach dem 65:80 seiner Mannschaft in der Europaliga bei ZSKA Moskau via Twitter mit.

Aber nach fast sechs Monaten Verletzungspause, so gab er ehrlich zu, habe ihn sein erster Einsatz doch ganz schön geschafft. Gut 17 Minuten lang ließ ihn Alba-Coach Sasa Obradovic am Freitagabend auf dem Feld: Sieben Punkte, sechs Rebounds, so lautete Traorés Bilanz.

Sportdirektor Demirel lobt den Zugang aus Frankreich

„Er wird uns im Verlauf der Saison noch wichtige Impulse geben können“, war sich Albas Sportdirektor Mithat Demirel sicher. „Ich freue mich schon auf die nächsten Wochen, wenn wir eingespielter sind.“ Bereits am heutigen Sonntag in Frankfurt (17 Uhr, gratis auf sport1.de) steht für die Berliner in der Bundesliga die nächste Aufgabe an.

Die Stimmung beim französischen Zugang Traoré stand sinnbildlich für die Gemütslage bei Alba. Natürlich freut sich niemand, wenn er verloren hat, aber jeder zog für sich das Positive aus der Niederlage gegen eines der europäischen Topteams heraus.

„Man hat gesehen, dass wir uns auch gegen einen solch starken Gegner Chancen erarbeiten können“, meinte Demirel. „Phasenweise waren wir absolut konkurrenzfähig“, konstatierte Obradovic. Sein versöhnliches Resumee: „Wir müssen nicht enttäuscht sein.“

In Moskau zu viele Offensiv-Rebounds zugelassen

Spielmacher DaShaun Wood, mit elf Punkten bester Berliner Werfer, ärgerte sich dennoch: „Moskau hat sich einige Offensiv-Rebounds geholt, die uns sehr weh getan haben.“ Immerhin hatten sich die Berliner nach einem 18-Punkte-Rückstand (16. Minute) bis auf 65:70 (34.) herangekämpft.

Beim Tabellenvorletzten Frankfurt ist nun ein Sieg Pflicht. Alba darf nicht weiter an Boden verlieren. „Physisch und mental müssen wir hundertprozentig da sein“, forderte Demirel. Heute dürfte auch Spielmacher Heiko Schaffartzik wieder dabei sein, der wegen Wadenproblemen in Moskau pausiert hatte.