Basketball

Albas Kampf in Malaga wird nicht belohnt

Der Berliner Basketball-Bundesligist hat in der Europaliga eine Überraschung verpasst und im vierten Spiel die zweite Niederlage kassiert.

Foto: Jorge Guerrero / AFP

Alba Berlins Cheftrainer Sasa Obradovic war „ohne große Erwartungen“ zum Basketball-Europaligaspiel seines Teams bei Unicaja Malaga gefahren. Am Ende verlor Alba auch mit 62:67 (34:29), doch beim spanischen Favoriten war viel mehr drin.

Bei der vierten Pflichtspiel-Niederlage in Serie zeigten die Berliner am Donnerstagabend nämlich phasenweise eine gute Leistung, brachten sich durch eigene Fehler aber selbst um den Lohn. „Wir sind zu leichtfertig mit unseren Chancen umgegangen, das wurde bestraft“, bilanzierte Sportdirektor Mithat Demirel. In der Europaliga stehen nun zwei Siege zwei Niederlagen gegenüber. Bereits am Sonnabend muss Alba in der Bundesliga in Trier wieder ran.

Zur Halbzeit hatte es noch gut für die Berliner ausgesehen. Sie führten mit 34:29, hatten sich lediglich zwei Ballverluste geleistet und bei den Rebounds gut mit den Spaniern mitgehalten (20:22, am Ende sogar 38:36). Alba hatte sich auch nicht davon beeindrucken lassen, dass Malaga gleich Dreier traf, sodass sich der Berliner Rückstand nach gutem Start (11:10) bis auf acht Punkte erhöhte (14:22/9. Minute).

Aber wie ein Zeichen war zu Beginn des zweiten Viertels der erste Berliner Dreier durch Vule Avdalovic. Vor allem Deon Thompson (17 Punkte) traf verlässlich, Alba lag nach 15 Minuten wieder vorn (25:23) und baute die Führung bis zur Pause aus. Die Unterbrechung tat Alba nicht gut. Es schlichen sich Unkonzentriertheiten und jede Menge Ballverluste (am Ende 15) ein – 36:39 (26.). Wenigstens war Alba zumeist in der Defensive auf der Höhe, sodass Unicaja vor dem letzten Viertel noch nicht uneinholbar enteilt war (43:47).

Es wurde nicht besser: 43:50. Aber Alba kämpfte und konterte durch zwei Dreier von Heiko Schaffartzik (14) und Thompson zum 51:50 (33.). Doch Ballverluste und Freiwurfschwächen (Albert Miralles traf nur 2/8) brachten Alba erneut ins Hintertreffen. 57 Sekunden vor Ende dennoch nur 59:62. Dann jedoch besiegelte Malagas Marcus Williams mit einem spektakulären Dreier Albas Schicksal.