Basketball

Alba Berlin verliert im Spiel gegen Ulm Platz zwei

Vor 6000 begeisterten Fans spielte Ulm wie entfesselt auf und ließ Alba nicht den Hauch einer Chance. Die Berliner verloren mit 72:91.

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Was für ein Rückschlag, was für eine herbe Enttäuschung für das Basketballteam von Alba Berlin. Zwölf Spiele hintereinander hatten die Berliner in der Bundesliga gewonnen, voller Selbstvertrauen waren sie zum „Endspiel“ um Platz zwei nach Ulm gefahren. Und dann das: Nach schwacher Leistung unterlag das Team von Cheftrainer Gordon Herbert am Mittwoch mit 72:91 (35:48) gegen die Ulmer. Alba wird jetzt wohl als Dritter ins Play-off gehen, was lediglich Heimvorteil im Viertelfinale bedeutet. Der Auftritt in Ulm war phasenweise ein Rückfall in schlimmste Zeiten, der so nicht zu erwarten war.

Dabei waren die Berliner gut gestartet. Die 6000 Zuschauer in der seit Wochen ausverkauften neuen Halle in Neu-Ulm sahen ein Alba-Team, das gleich konzentriert zur Sache ging. Kein Vergleich zum schluderigen Start vor drei Tagen gegen Gießen. Der Lohn war eine 12:7-Führung nach fünf Minuten. Positiv für Berlin schien auch, dass Ulms überragender Center John Bryant schnell zwei Fouls kassierte und erst einmal auf die Bank musste. Aber das war eher ein Vorteil für die Ulmer, die nun aufdrehten. Alba hingegen traf schlecht, leistete sich viele Fehler und schaute oft untätig zu, wie die Ulmer aus der Dreier-Distanz warfen – und trafen, insgesamt 13 Mal. Der siebte Dreier der Ulmer ergab das 22:35 (14. Minute).

Zwar kamen die Berliner dank DaShaun Wood (18 Punkte) und Derrick Allen (14) wieder etwas heran (34:41), aber dann immer wieder diese Unkonzentriertheiten. Berliner Ballverluste (15) wurden von Ulm sofort genutzt. Und die Fans in der Halle tobten, als Steven Esterkamp mit der Schlusssirene mit einem Dreier den Halbzeitstand von 35:48 erzielte. Platz zwei war zu diesem Zeitpunkt schon in weite Ferne gerückt.

Im dritten Viertel wurden die Berliner nach allen Regeln der Kunst ausgespielt, nach 30 Minuten waren es sogar 25 Punkte Rückstand (48:73). Wenigstens ließen sich die Berliner nicht hängen, konnten den Rückstand bis zur 37. Minuten auf elf Punkte (67:78) verkürzen. Doch zu mehr reichte es für die enttäuschenden Berliner nicht mehr, die letzten Minuten wurden für die Ulmer zu einem Triumphmarsch. Und für Alba steht bereits die nächste schwere Aufgabe an, am Sonnabend hat man in Tübingen anzutreten, das am Mittwoch in Bonn zu einem 82:80-Erfolg kam.