Korac-Cup-Triumph im März 1995:

Henrik Rödl erinnert sich, wie das Selbstvertrauen des Teams wuchs, nachdem es zum Erreichen der zweiten Runde noch Schützenhilfe benötigte. "Nach dem Sieg im Viertelfinale gegen Bologna haben wir daran geglaubt, den Cup gewinnen zu können." In den beiden Finalspielen gegen Stefanel Mailand waren Sasa Obradovic im Hin- und Teoman Alibegovic im Rückspiel überragend. Nach dem Triumph warfen die Spieler Trainer Svetislav Pesic in die Luft. Die Partien hat Rödl seitdem "oft gesehen. Erst kürzlich wieder mit meinem Sohn". Der erste deutsche Sieg in einem europäischen Vereins-Wettbewerb war "ein richtungsweisender Erfolg für Alba und einer der großen Höhepunkte meiner Karriere".

Sieg gegen Olympiakos Piräus im November 1996:

Zwölf Sekunden vor Schluss lag Alba mit 56:61 zurück. Marko Pesic wurde bei seinem erfolgreichen Dreier gefoult. In der folgenden Auszeit fragte er seinen Vater und Coach Svetislav: "Soll ich den Freiwurf treffen?" Der zog die Schultern hoch. Der Rest ist Legende: Marko Pesic verwarf, Sascha Hupmann tippte den abprallenden Ball zu Obradovic, der zog in die Zone und passte den Ball zu Wendell Alexis, der fast mit der Schlusssirene per Dreier zum 62:61 traf. "Das war ein Wunder - so ein Spiel kann man eigentlich nicht mehr gewinnen", findet Pesic. Er hatte leider keine Zeit für eine große Party: "Ich habe in der Saison mein Abitur gemacht und musste am nächsten Morgen um 8 Uhr in der Schule sein."

Erste Meisterschaft im Mai 1997:

Im dritten Finalspiel gegen Bonn hingen die blau-gelben Luftballons schon unter der Hallendecke, doch durch einen Dreier in letzter Sekunde verlor Alba in der Schmeling-Halle doch noch. "Das gab es seitdem nie wieder", erinnert sich Jörg Lütcke schmunzelnd. Es ging also erneut ins Rheinland. "Der Druck war groß, wir waren alle sehr angespannt." Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit ("Zur Pause hat es in der Kabine ordentlich gerummst") setzten sich die Berliner schließlich klar durch. "Der erste Titel ist immer etwas Besonderes, davon bleibt am meisten hängen." Lütcke paffte damals Zigarren und ließ sich eine Glatze schneiden - und denkt heute noch gerne an "die tolle Zeit" zurück.

Zum ersten Mal im Viertelfinale der Europaliga im März 1998:

Der höchste Europapokal-Sieg der Vereinsgeschichte (104:71) war vor allem Henning Harnisch zu verdanken. Im dritten Play-off-Achtelfinale gegen Paok Saloniki machte er eines der besten Spiele seiner Karriere: 23 Punkte bei 100 Prozent Wurfquote - an diesem Abend gelang ihm einfach alles. Dabei war sein Gegenspieler der heutige NBA-Profi Peja Stojakovic: "Ein moderner, vielseitiger Flügel ohne Schwächen. Er war eigentlich besser als ich." Aber Harnisch zeigte dem Serben von Beginn an, "dass es Spaß macht, gegen ihn zu spielen", belegte ihn mit Trash-Talk und machte ihm mit Blicken deutlich: "Heute geht hier nicht viel für dich." Und behielt Recht: "Nach solchen Spielen weiß man, dass Basketball-Profi der beste Beruf der Welt ist."

Pokalsieg in letzter Sekunde gegen Köln im April 2003:

Im ersten Viertel des Finals lag Alba schon mit 19 Punkten Differenz zurück, kämpfte sich aber wieder ins Spiel zurück. Nach dem Kölner Ausgleich zum 80:80 waren noch 4,2 Sekunden zu spielen. "Ich habe den Ball bekommen und bin erst mal losgerannt", erzählt Mithat Demirel, der im Juni bei Alba Teammanager wird. "Ich wusste, dass ich in die Nähe des Korbes kommen und dass es schnell gehen musste." Beides gelang ihm - auch, weil die Rheinländer es versäumten, die Seitenlinie zuzustellen. "Weil keiner richtig frei war", warf Demirel selbst und traf: "Solche Momente genießt man total." In einer Saison mit viel Verletzungspech war dieser Pokalsieg des Willens die Initialzündung für den siebten Meistertitel in Folge.

141:127 gegen Sarajevo nach fünf Verlängerungen im Dezember 2007:

Philip Zwiener weiß noch genau, wie aufgrund der vielen Verlängerungen "nach und nach unsere Spieler mit dem fünften Foul ausschieden. Das war eine Situation, die man so nicht kennt." Am Ende musste sogar der verletzte Dragan Dojcin eingesetzt werden. Bobby Brown erzielte 44 Punkte und rettete sein Team mit einem Monsterdreier aus rund neun Metern in eine weitere Verlängerung. "Die Mannschaft hat unglaublich gekämpft, in der Halle war eine tolle Stimmung." Für Zwiener war dieser Abend, der nicht enden wollte, historisch: "Wer kann schon sagen, in einem Spiel mit fünf Verlängerungen dabei gewesen zu sein?"