Luka Pavicevic warb um Verständnis. „Es ist wirklich nicht einfach, immer auf dem notwendigen hohen Level zu spielen“, meinte der Trainer von Alba Berlin. Einer Berg- und Talfahrt hatte das Spiel des Basketball-Bundesligisten am Mittwochabend gegen Trier geglichen. Am Ende stand ein 82:68 (46:38)-Erfolg in einem Spiel, auf das zu diesem Zeitpunkt bei Alba gerne jeder verzichtet hätte. Denn beim seit vielen Wochen eng gestrickten Programm wäre man über etwas Ruhe unter der Woche sehr froh gewesen.

Doch es geht immer weiter, national wie international. Albas Geschäftsführer Marco Baldi meinte: „Große Spiele werfen ihre Schatten voraus.“ Wobei die Bundesligapartie am Samstag (19 Uhr, O2 World) gegen Frankfurt damit nicht gemeint war. Alle blicken schon auf die beiden Viertelfinalspiele im Eurocup bei Hapoel Jerusalem (24. März) und daheim gegen das Team aus Israel (31. März). In den ersten drei Tagen des Vorverkaufs wurden für die Partie in der O2 World bereits 9000 Tickets abgesetzt.

Und besagter Schatten fiel auch auf das Trier-Spiel. „Wir haben viele Fehler gemacht“, sagte Kapitän Julius Jenkins selbstkritisch. Baldi wollte erkannt haben, dass im Zweifelsfall doch jeder im Berliner Team etwas zurückzog, „keiner will sich jetzt verletzen“.

Doch der Geschäftsführer mahnte für das Spiel gegen Frankfurt auch gleich höhere Intensität an. „Wenn wir so wenig konsequent spielen wie gegen Trier, wird das am Samstag ganz, ganz problematisch.“ Wobei er auch Verständnis für die Einstellung der Spieler zeigte: „Es ist schwer, wenn man ein solches Ziel wie jetzt die Spiele gegen Hapoel vor sich hat.“

In Jerusalem geht es den Spielern nicht viel anders. Der Blick geht bereits auf die Begegnungen gegen Alba, in der nationalen Liga leidet darunter die Konzentration. Zuletzt gab es am vergangenen Wochenende ein überraschendes 99:102 nach Verlängerung beim Tabellenvorletzten Ironi Nahariya. Dabei konnte sich der ehemalige Alba-Profi Dijon Thompson zum ersten Mal in dieser Saison keinen einzigen Rebound sichern.

seb