Sie werden leiden müssen, die Profis von Union Berlin, wenn am Sonnabend (15.30 Uhr) mit Bayer Leverkusen der nächste aktuelle Champions-League-Teilnehmer in der Alten Försterei vorspielt. Aber, da ist auch Aljoscha Kemlein sicher, „das ist auch eine Stärke von uns, dieses Aushalten. Und darum wird es auch gehen, dass wir in den gefährlichen Räumen da sind, aber dass wir das auch mal aushalten können, wenn ein, zwei Pässe mehr in ungefährlichen Räumen gespielt werden.“

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Einer, auf den es gegen den deutschen Meister von 2024 ankommen wird, ist Kemlein selbst. Der defensive Mittelfeldspieler wird eine Schlüsselrolle einnehmen, wenn es gegen die Passmaschine der Bundesliga geht. Unions Eigengewächs scheint gerüstet, das haben zumindest die vergangenen Monate gezeigt.

Kemlein agiert bei Union Berlin auf Lieblingsposition

Kemlein ist im Mittelfeld fester Bestandteil in der Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart. Zusammen mit Vizekapitän Rani Khedira soll er das Spiel der Köpenicker ordnen, defensiv wie offensiv. Angesichts der sieben Spiele ohne Sieg in diesem Jahr ist es sicher nicht falsch festzustellen, dass die Sicherheit, die dieses Duo ausstrahlen soll, noch stärker in Erscheinung treten darf.

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Zumal Kemlein selbst auf seiner Lieblingsposition unterwegs ist, wie er am Mittwoch verriet. „Als tiefer stehende Sechs zu agieren, damit Rani etwas höher spielen kann als ich, gefällt mir gut. Da kann ich das Spiel ein bisschen besser lenken. Aber auch Box-to-Box spiele ich gern.“ Was wie eine Selbstverständlichkeit klingt, ist im heutigen Profigeschäft längst keine mehr.

Kemlein will neben Union Berlin keinen weiteren Stressfaktor

Kemlein entsprang dem Nachwuchsleistungszentrum der Köpenicker, hat es über den Umweg FC St. Pauli, mit dem er 2024 in die Bundesliga aufgestiegen ist, bei Union in die Bundesliga geschafft. Der 21-Jährige verrät sein Erfolgsgeheimnis: „Ich habe körperlich viel an mir gearbeitet. Auch mit und gegen den Ball habe ich viele Entwicklungen nehmen können, da bin ich deutlich stabiler in dieser Saison. Aber ich möchte schon noch Schritte machen, zum Beispiel in Richtung Torgefährlichkeit.“

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Dabei geholfen hat ihm ein wichtiger Ausgleich. Kemlein studiert an der Euro-Fernhochschule BWL mit Sportmanagement. „Ich hatte einfach Lust, mit meiner Zeit etwas anzufangen und etwas für meinen Kopf zu machen. Es soll eher ein Ausgleich sein als ein weiterer Stressfaktor. Aber es läuft gut“, sagt Kemlein. Das kann man über seine Karriere derzeit auch sagen. Auch wenn ein Sieg seit sieben Spielen fehlt.