Im Grunde ist Steffen Baumgart relativ einfach zufriedenzustellen. Zumindest hat der Trainer von Union Berlin dies vor dem Gastspiel bei der TSG Hoffenheim am Sonnabend (15.30 Uhr, Sky) durchblicken lassen. Ein Schlüssel für ein erfolgreiches Abschneiden wäre, „wenn wir den Gegnern nicht die Tore zu einfach geben“, so der Chefcoach.

Im Hinspiel, beim 2:4 in der Alten Försterei, sei dies geschehen. Man darf auch die vier sieglosen Spiele in diesem Jahr hinzuzählen. Außerdem ließ Baumgart durchblicken: „Wir würden uns freuen, mal wieder in Führung zu gehen.“ Auch dies ist dem Berliner Fußball-Bundesligisten in diesem Jahr noch nicht gelungen.

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Hier kommt Andrej Ilic ins Spiel. Das mag auf den ersten Blick verwundern, schließlich rennt der Serbe seinem ersten Bundesliga-Treffer in dieser Saison immer noch hinterher. Doch gerade an die Begegnung in der vergangenen Spielzeit bei den Kraichgauern wird Ilic allerbeste Erinnerungen haben. Beim Erfolg vor fast genau einem Jahr erzielte der Angreifer sein erstes Tor für Union – und ließ in der restlichen Rückrunde noch sechs weitere Treffer folgen.

Ilics Formkurve zeigt bei Union Berlin wieder nach oben

Für Baumgart war es der erste Auswärtssieg als Cheftrainer der Köpenicker. Ilic begann, seinen Status als Hoffnungsträger für mehr Union-Tore in jener Saison aufzubauen. Eine Hoffnung, die sich bislang nicht erfüllen sollte. Doch Aberglaube spielt im Profifußball durchaus eine Rolle. Und dem noch torlosen Stürmer eine weitere Prise Mut mitzugeben, kann nur hilfreich sein.

„Ich gebe ihm eher die Prisen mit aus den Aktionen, die er mittlerweile wieder hat“, sagt Baumgart. Natürlich ist dem Coach nicht entgangen, dass jedes Spiel ohne persönlichen Erfolg am Selbstvertrauen des robusten Serben nagt. Dass er sich dennoch nicht hängen lässt, spricht für den Angreifer.

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„Ich finde, er hat eine absolute Leistungssteigerung hingelegt. Er sichert den Ball wieder gut, er bringt unsere Angriffe nach vorn, was für uns extrem wichtig ist. Er macht gute Spiele und das ist für mich entscheidend“, erklärt Baumgart. Und: „Er hat trotzdem seine Tore vorbereitet, ist also ein wichtiger Faktor, gerade wenn er sich in dieser Form wieder befindet.“

1500 Fans begleiten Union Berlin

Auch wenn Ilic seinen Stammplatz in der Startelf zwischenzeitlich verloren hat – seine Leistungskurve zeigt wieder nach oben. Was den Trainer zu einer schon prophetischen Aussage animiert. „Ich habe das Gefühl, dass er kurz davor ist“, ist sich Baumgart sicher, dass Ilics Torflaute kurz vor ihrem Ende steht. Schon gegen Hoffenheim?

„Wir hoffen natürlich alle, dass er es dann auch umsetzt. Aber er will es umsetzen. Das ist viel wichtiger für uns. Und deswegen bin ich da frohen Mutes“, bleibt Baumgart positiv. Rund 1500 Union-Fans werden sich vor Ort ein Bild davon machen, ob es Union gelingt, die Negativserie in diesem Jahr zu beenden.

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„Wir haben bewiesen, dass wir überall auswärts punkten können“, sagt Baumgart. Wenn dies auch noch dank eines Tores von Andrej Ilic passiert, wird die Heimreise ohne Zweifel noch entspannter werden.