Stanley Nsoki will überhaupt keine Zweifel aufkommen lassen. Also antwortet der Innenverteidiger von Union Berlin auf die Frage, was für den Bundesligisten am Sonnabend (15.30 Uhr, Sky) im Gastspiel bei der TSG Hoffenheim möglich ist, ohne zu zögern: „Ein Sieg.“ Dass es für den 26-Jährigen dabei gegen seinen Ex-Klub geht, macht die Partie für ihn nur noch reizvoller.

Zu Saisonbeginn wurde Nsoki aus Hoffenheim ausgeliehen. Der Plan war klar: Für den Fall, dass Danilho Doekhi oder Diogo Leite Union verlassen würden, brauchten die Köpenicker einen erfahrenen Innenverteidiger. Dass dieser Plan erst jetzt, während des Wintertransferfensters, wirklich greifen würde, war auch allen Beteiligten klar.

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Nsoki war trotz einer langwierigen Muskelverletzung an die Alte Försterei gewechselt. „Meine Aufgabe war es, zu heilen“, erzählt der Franzose von seinen ersten Monaten bei Union, in denen er nur Zuschauer sein konnte. „Doch alle hatten dafür gesorgt, dass ich mich und auch meine Familie willkommen fühlen“, so Nsoki.

Bei Union Berlin ist Nsoki nur Innenverteidiger Nummer drei

Der Plan, den er offenbar zusammen mit Trainer Steffen Baumgart und Geschäftsführer Horst Heldt gefasst hatte, scheint aufzugehen. Nsoki ist fit und arbeitet sich in den Trainingseinheiten immer mehr in seine Rolle rein. Vier Einsätze (einer von Beginn an), ein Tor und eine Torvorlage stehen inzwischen in seiner Union-Statistik.

Ohne Zweifel ist die personelle Gemengelage in der Union-Abwehr eine spezielle. Das weiß auch Nsoki: „Es macht keinen Sinn zu wechseln, wenn etwas funktioniert.“ Am Stammduo in der Abwehr vorbeizukommen, erscheint derzeit unmöglich. Sollte spätestens im Sommer jedoch ein Platz frei werden, was angesichts der auslaufenden Verträge von Doekhi und Leite wahrscheinlich ist, stünde Nsoki bereit – wenn er denn bei Union bleibt.

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Fragen zu seiner Zukunft schmettert der Abwehrspieler gekonnt ab. „Ich fokussiere mich auf das Jetzt. Es gilt, sich auf Hoffenheim vorzubereiten“, erklärt Nsoki. Dass sich Hoffenheim anschickt, in der kommenden Saison in der europäischen Königsklasse zu spielen, wird sicher eine Rolle spielen, ob der 1,84-Meter-Mann ab Sommer noch im Union-Trikot auflaufen wird oder die Leihe endet.

Nsoki fühlt sich wohl bei Union Berlin

Es ist ihm anzumerken, dass er sich bei den Köpenickern wohlfühlt. Das hat auch etwas mit der Alten Försterei zu tun. „Es ist unglaublich, wie uns die Fans unterstützen. Wir verlieren, wir sind in Führung, wir kämpfen, wir straucheln – sie stehen immer hinter uns. Und das können wir wirklich fühlen“, erzählt Nsoki: „Gerade die Spiele zu Hause sind für uns ein großer Vorteil. Ich bin froh, dass ich hier unterschrieben habe.“

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Bleibt noch zu klären, was ihn so optimistisch macht, auswärts beim Champions-League-Aspiranten Hoffenheim gewinnen zu können. „Weil wir Union sind. Wir wissen, es ist ein gutes Team, aber alle in der Bundesliga wissen auch, dass es schwierig ist, gegen Union zu spielen. Es ist kein Vergnügen, gegen uns zu spielen“, sagt Nsoki. Auch daran lässt der Innenverteidiger keinen Zweifel.