Andras Schäfer hat gute Laune. Der Mittelfeldspieler von Union Berlin ist per se keiner, der ständig übellaunig ist. Doch in diesen Tagen wirkt der Ungar noch ein bisschen entspannter. Das kann er auch sein, schließlich hat seine Karriere beim Berliner Fußball-Bundesligisten wieder mal ein Hoch erreicht.
„Die Stimmung ist jedenfalls besser als vor zwei Monaten. Diese fünf Spiele haben uns dabei sehr geholfen“, sagt Schäfer. Und er hat maßgeblich Anteil an jenen elf von 15 möglichen Punkten. Wie ein Wolf hetzt er die gegnerische Meute, gewinnt Bälle, stört den Gegner, wo er kann und reißt dabei seine Teamkollegen mit.
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„Ich bin ein großer Kämpfer“, sagt Schäfer. Das gilt nicht nur für die aktuelle Saisonphase. Als großer Hoffnungsträger im Mittelfeld war er im Januar 2022 von Dunajska Streda zu Union gekommen. Dem ersten Hoch mit dem Sprung in die Europa League folgte das erste große Tief mit diversen Fußverletzungen.
Schäfer hat seinen Vertrag bei Union bereits verlängert
Von November 2022 an war er fast ein Jahr lang außer Gefecht. Die Champions League mit Union verpasste er, „deshalb ist sie immer noch ein großer Traum von mir“, erzählt Schäfer, „genau wie die WM-Teilnahme. Wenn wir es schaffen sollten, wird es in Ungarn bestimmt eine Parade für uns geben.“
Es ist zu spüren, dass Andras Schäfer mehr will. Der 26-Jährige ist im besten Fußballeralter, und seine Leistungen derzeit lassen ihn hoffen, dass er mehr bekommen wird: „Ich bin sehr, sehr stolz, dass ich hier sein und jede Woche vor diesem Publikum spielen kann. Und wenn ich nur für Union spielen kann in den nächsten zehn Jahren, ist das für mich völlig okay. Aber wie jeder Spieler will auch ich die nächsten Schritte machen.“
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Diese kleine Liebeserklärung an Union hatte er schon vor knapp einem Jahr mit seiner Vertragsverlängerung gegeben. Nun lässt er wieder Leistung folgen. Dass dies in den vergangenen Monaten nicht immer der Fall sein konnte, hatte auch etwas mit dem Trainer zu tun. Oder besser gesagt: mit den Trainern.
Schäfer wird bei Union Berlin zum Führungsspieler
„In den vergangenen eineinhalb Jahren hatten wir vier oder fünf Trainer, da ist es nicht immer einfach, ein neues System oder eine neue Einstellung zu lernen. Wir brauchten ein paar Wochen dafür, aber jetzt machen wir es wirklich gut, nutzen unsere Stärken und sind wieder diese eklige Mannschaft. Ich glaube, es ist nicht so gut, gegen uns zu spielen“, sagt Schäfer und grinst.
Der VfB Stuttgart soll das am Sonnabend (18.30 Uhr, Sky) zu spüren bekommen, am besten mit ihm von Anfang an. Das ist nicht selbstverständlich. Ob zunächst unter Bo Svensson oder nun unter Trainer Steffen Baumgart – diese Saison lief für Schäfer in Wellenbewegungen ab. Mal Startelf, mal Einwechselspieler, dann wieder Stammkraft, gefolgt von einer Phase ohne Einsätze – „es war eine schwierige Zeit für mich, aber ich habe dem Trainer gezeigt, dass ich gute Leistungen bringen kann“, sagt Schäfer.
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Der Ungar entwickelt sich bei Union Berlin langsam zu einem Führungsspieler, auch wenn er mit dieser Position noch fremdelt. „Mein Deutsch ist nicht so gut, als dass ich den Lautsprecher geben kann. Aber ich habe eine gute Mentalität dafür“, erklärt Schäfer. Seine gute Laune ist ihm sichtlich anzumerken.








