Diesen Treffer hatte Janik Haberer ihm gar nicht zugetraut „Doch wenn Rani ein Tor schießt, dann müssen wir hier auch gewinnen“, sagte der Mittelfeldspieler von Union Berlin mit einem Augenzwinkern. Das erste Saisontor von Rani Khedira war der Ausgleich auf dem Weg zum 2:1 (1:1) beim SC Freiburg. Der Berliner Fußball-Bundesligist bleibt damit zum dritten Mal in Folge ungeschlagen.
„Dieser Sieg ist besonders hoch einzuschätzen, weil Freiburg eine sehr gute Saison spielt. Und wenn Sachen aufgehen, so wie bei unserem zweiten Tor, dann freut einen das besonders“, sagte Union-Trainer Steffen Baumgart. In seinem Gesicht war die Erleichterung nach diesem Meilenstein auf dem Weg zum Klassenerhalt deutlich zu erkennen.
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Sieben Spieltage vor dem Saisonende beträgt der Vorsprung der Köpenicker auf Relegationsplatz 16 nun acht Punkte. „Das ist erst mal gut, mehr aber auch nicht“, so Baumgart. Schon am kommenden Sonntag (17.30 Uhr, DAZN) wartet auf Union mit dem VfL Wolfsburg die nächste schwierige Aufgabe in der Alten Försterei.
Jeong verletzt, Union Berlin muss früh wechseln
Im Breisgau hatte Baumgart im Vergleich zum überraschenden Punktgewinn gegen Bayern München (1:1) lediglich eine Veränderung in seiner Startformation vorgenommen. Benedict Hollerbach, der beste Torschütze der Köpenicker, begann anstatt Andras Schäfer.
Die Brust der Köpenicker war jedenfalls breit gegen „eine Mannschaft, die sehr erfahren ist und sehr gut verteidigen kann. Es ist schwer, sich gegen sie Torchancen zu erarbeiten“, hatte Baumgart sein Team im Vorfeld gewarnt.
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Eine Hiobsbotschaft gab es schon nach wenigen Minuten. Wooyeong Jeong musste ausgewechselt werden. Nach einer Offensivaktion war der Südkoreaner mit dem linken Fuß umgeknickt und musste humpelnd vom Feld geführt werden. Tim Skarke ersetzte ihn (8.).
Dennoch war es ein Spiel auf Augenhöhe. Das überraschte, kämpft Union doch um den Ligaverbleib, während Freiburg einen Platz im internationalen Geschäft ins Visier genommen hat. Aber nach zuvor zwei Spielen ohne Niederlage zeigten sich die Köpenicker defensiv stabil. Und offensiv durch das Duo Hollerbach/Andrej Ilic durchaus gefährlich.
Khedira erzielt sein erstes Saisontor für Union Berlin
Keine Viertelstunde war vorbei, als Union nach herrlicher Kombination über Skarke, Hollerbach und Ilic vor dem Freiburger Tor auftauchte. Der Schuss des Serben war jedoch kein Problem für SC-Torhüter Noah Atubolu (14.). Erst als Union sich einen Moment nachlässig zeigte, kam richtig Bewegung in die Partie.
Vincenzo Grifo hatte sich auf der linken Seite auf und davon gemacht, Danilho Doekhi konnte den Freiburger nicht mehr stellen. Im Strafraum verpasste Christopher Trimmel die Hereingabe des Mittelfeldmannes, sodass SC-Kapitän Lucas Höler den Ball zum 0:1 reinstolpern konnte (29.). Ein Rückschlag, aber kein Wirkungstreffer.
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Denn es spricht für das gestiegene Selbstvertrauen der Berliner, dass dieser Rückstand die Mannschaft nicht aus dem Konzept brachte. Gerade einmal 100 Sekunden brauchte Union für den Ausgleich. Einen langen Ball hatte Ilic zurück in die Strafraummitte geköpft, dort störte Hollerbach den Freiburger Philipp Lienhart beim Befreiungsschlag entscheidend. Aus dem Hintergrund kam Rani Khedira herangerauscht, der überlegt und platziert zum 1:1 einschoss (30.).
Ilic trifft zur Führung von Union Berlin
Und Union blieb am Drücker. Hollerbach bekam keinen Druck hinter seinen Abschluss (35.), Skarkes Schuss war zu harmlos (40.). Es war bislang eine der besseren Auswärtsspiele der Köpenicker. Das sollte sich auch nach dem Seitenwechsel bestätigen.
Wie einfach Fußball sein kann, zeigte Union beim Führungstreffer. Langer Ball von Torwart Frederik Rönnow, Trimmel verlängerte per Kopf auf Ilic, der sofort Skarke die rechte Außenbahn entlang schickte. Dessen Flanke erreichte im Strafraum den mitgeeilten Ilic, der Atubolu beim Kopfball keine Chance ließ (48.). Union führte mit 2:1, rund 2500 Union-Fans trauten ihren Augen nicht.
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Doch es war auch der Moment, nach dem Freiburg die Schlagzahl erhöhte. Die Riesenchance von Grifo, die Rönnow mit einer sensationellen Fußabwehr im letzten Moment entschärfte (60.), eröffnete eine letzte halbe Stunde, die Union Berlin alles abverlangte. Doch das Baumgart-Team hielt dem Druck stand und feierte den vierten Auswärtssieg. „Wir haben sehr diszipliniert, sehr abgezockt, sehr erwachsen gespielt. So kann es weitergehen“, sagte Hollerbach.










