In diesem Moment kann sich Kevin Volland ein Grinsen nicht verkneifen. „Jetzt kommen meine Lieblingsgegner“, sagt der Stürmer von Union Berlin. Der Schelm sitzt ihm dabei ordentlich im Nacken. Gegen RB Leipzig, am Sonnabend (18.30 Uhr, Sky) Gast in der Alten Försterei, und die TSG Hoffenheim (8. Februar) kassierte Volland im Union-Trikot jeweils einen Platzverweis.

Derzeit wäre der 32-Jährige schon froh, wenn er überhaupt wieder ein Spiel komplett durchstehen könnte. Seit der Sommerpause kämpft der ehemalige Nationalspieler um sein Comeback. Seine Knieverletzung zog sich länger hin, als er befürchtet hatte.

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„Ich hatte einen Keim im Knie“, erzählt Volland von der Folge eines eigentlich eher harmlosen arthroskopischen Eingriffs im linken Knie. „Das ist nicht etwas, wonach du in der Vorbereitung wie ein junges Reh herumspringst. Ich konnte das Knie nicht mehr beugen“, erzählt der Profi. Derzeit ist er froh, dass „ich wieder auf Bundesliga-Niveau mithalten kann“.

Volland glaubt, „dass wir das hinbekommen“

Und Volland ist keiner, der trotz der sportlich immer prekärer werdenden Situation den Kopf hängen lässt. Seine Erfahrung im Umgang mit Rückschlägen zahlt sich aus. Zumindest für ihn persönlich. Der Rest ist eine Mischung tatsächlicher Wahrnehmung und Zweckoptimismus.

„Wenn ich unsere Trainings anschaue, was wir draufhaben, was im Kader steckt, auch von der Intensität – da lässt sich keiner hängen. Das ist schon das Wichtigste in so einer Situation“, erzählt der gebürtige Schwabe: „Nur das müssen wir auch am Wochenende zeigen.“

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Trotz der drei Niederlagen in den ersten vier Bundesligaspielen des Jahres, noch dazu gegen die direkte Konkurrenz im Abstiegskampf (Heidenheim, Augsburg, St. Pauli), „glaube ich schon, dass wir das hinbekommen. Aktuell haben wir noch genug Zeit. Klar sagt man das immer so leicht und plötzlich ist man fünf Spieltage vor Saisonschluss und hängt immer noch da unten drin.“

Volland will seinen Vertrag bei Union Berlin erfüllen

Volland ist sich bewusst, „dass dies schon eine gefährliche Situation ist“. Eine Situation, die sich durch den Trainerwechsel von Bo Svensson zu Steffen Baumgart zum Jahreswechsel noch verstärkt hat? „Der Wechsel hat uns schon überrascht“, sagt Volland und verweist auf „die kurze Wintervorbereitung. Ich glaube, es ist nicht ganz leicht, dass auch in der Kürze der Zeit schon alles funktioniert.“

Seit eineinhalb Jahren ist Volland nun Union-Profi. Abgesehen von den Champions-League-Spielen im Herbst 2023 dürfte er sich seine Zeit bei den Köpenickern jedoch anders vorgestellt haben. Einen Platz in der Startelf hatte er so richtig nie. „Ab und zu war ich auch selbst schuld“, gesteht Volland, „mal war ich nicht auf dem Niveau, dann kommen auch die Roten Karten dazu.“

Es war das Team, das auch ihn immer wieder aufgefangen hat. „Wenn es sportlich oder auch persönlich nicht so läuft, haben wir immer noch eine Top-Kabine. Einen guten Umgang zu haben, erleichtert viel“, weiß Volland.

Stand jetzt will er seinen bis 2026 laufenden Vertrag bei Union Berlin erfüllen. „Wir fühlen uns wohl in Berlin. Die Kinder gehen hier gern zur Schule, und ich habe hier noch eineinhalb Jahre Vertrag. Alles andere ist nicht in meinen Gedankengängen“, sagt Volland, voller Überzeugung. Und mit einem Lächeln.

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