Das Wintertransferfenster in der Fußball-Bundesliga neigt sich dem Ende entgegen. Noch bis zum 3. Februar haben die Klubs Zeit, Veränderungen in ihren Kadern vorzunehmen. Bei Union Berlin herrscht diesbezüglich jedoch Funkstille.
Trainer Steffen Baumgart wünscht sich, dass man „das Gefühl hat, dass wir dran arbeiten“. Tatsächlich vergeht kaum eine Trainingseinheit, bei der man Horst Heldt, Unions Geschäftsführer Profifußball, nicht mit dem Handy telefonieren sieht. Bislang haben sich jedoch weder Zu- noch Abgänge angekündigt.
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Klar ist, dass Union nach einem torgefährlichen Stürmer fahndet. Die Schwierigkeit ist jedoch, dass die finanziellen Mittel an der Alten Försterei ohne Europacup-Einnahmen und auch durch den Trainerwechsel von Bo Svensson zu Steffen Baumgart längst nicht mehr im Überfluss vorhanden sind.
Holt Union Berlin Kostic zurück in die Bundesliga?
Neuestes Gerücht ist die Rückkehr von Filip Kostic in die Bundesliga. Der 32-Jährige ist in Deutschland kein Unbekannter. Er spielte für den VfB Stuttgart, den Hamburger SV sowie Eintracht Frankfurt, mit der er 2022 die Europa League gewann. Derzeit ist der serbische Nationalspieler von Juventus Turin an Fenerbahce Istanbul ausgeliehen.
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Doch Kostic spielt vornehmlich auf dem linken Flügel. Dort ist Union vor allem mit Robert Skov (28) und Tom Rothe (20) gut besetzt. Ganz abgesehen davon, dass eine Ablöse im mittleren einstelligen Millionenbereich für Kostic (Marktwert: sechs Millionen Euro) eher nicht darstellbar ist für die Köpenicker.
Ex-Unioner Asllani muss in Elversberg bleiben
Hinzu kommt, dass sich Gerüchte um mögliche Zugänge bislang in Luft auflösten. Union wollte Fisnik Asllani (20) zurück nach Köpenick holen. Der beidfüßige Mittelstürmer war 2020 aus Unions Jugend zur TSG Hoffenheim gewechselt und ist aktuell an den Zweitligisten SV Elversberg ausgeliehen.
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Doch die Saarländer haben „kein Interesse, den Spieler im Winter abzugeben“, wie Sportvorstand Nils-Ole Book im „Kicker“ erklärte. Asllani ist in Elversberg bester Torschütze (zehn Treffer) und damit der wichtigste Spieler auf dem Weg zum erneuten Klassenerhalt.
Ein weiterer Kandidat war offenbar Akor Adams (24). Der Nigerianer, beim französischen Erstligisten Montpellier HSC unter Vertrag, wird sich jedoch wohl dem FC Sevilla anschließen. Der Angreifer weilt bereits zum Medizincheck in Spanien.
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Schließlich hat Union Interesse an Nuno Santos (25) bekundet. Doch auch der portugiesische Offensivmann von Vitoria Guimaraes dürfte wohl rund fünf Millionen Euro kosten. Zugleich will sich der neue Vitoria-Trainer Luis Freire – ähnlich wie Baumgart bei Union – erst einen kompletten Überblick über seinen Kader verschaffen. Ausgang offen.
Volland und Vertessen sind Wechselkandidaten
Auch einen Spieler von der Gehaltsliste zu bekommen, erweist sich als schwierig. Ivan Prtajin (28) liebäugelt mit einem Wechsel zum Zweitligisten 1. FC Köln. Der Stürmer brachte es im Union-Trikot auf zwei Kurzeinsätze (insgesamt 16 Minuten). Baumgart schob beim Amtsantritt Anfang des Jahres allen Abgangsgedanken zunächst einen Riegel vor. Ein Wechsel an den Rhein scheint jedoch nun nicht mehr ausgeschlossen.
Inzwischen werden auch Kevin Volland (32) und Yorbe Vertessen (24) als mögliche Abgänge gehandelt. Über Volland sagte Trainer Baumgart: „Ich habe mit Kevin klar gesprochen, was ich von ihm will und erwarte. Bislang hat es noch nicht gereicht.“
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Und Baumgarts Forderung an Vertessen lautet: „Yorbe ist ein sehr talentierter Spieler, das ist er aber schon seit zwei Jahren. Ich erwarte von solchen Spielern, dass sie jeden Tag abliefern.“ Klingt eher so, als würde das Kapitel des Belgiers bei Union Berlin nach einem Jahr schon wieder enden.











