Endlich hat auch Apple In-Ear-Kopfhörer entwickelt, die etwas taugen und mit 79 Euro angesichts der hohen Qualität günstig sind. Ein wenig Kneten der Silikonschicht am Ohrstöpsel reicht, und sie passen in jeden Gehörgang. Sie sitzen tief im Ohr, nur wenige Außengeräusche waren zu hören. Lediglich Autohupen und Fahrradklingeln habe ich wahrgenommen. Für die Benutzung innerhalb der Stadt ist das natürlich recht praktisch; um ganz in die gehörte Musik einzutauchen, reicht es nicht aus. Da helfen lediglich Kopfhörer, die das ganze Ohr umschließen.

Ich habe sie viele Stunden am Stück getragen, aber sie wurden mir nicht lästig. Wegen der Silikonschicht sitzen sie angenehm im Gehörgang. Auch beim Laufen wackelten und verrutschten die In-Ear-Stöpsel nicht. Ebenfalls praktisch ist, dass sich Silikonschicht und Metallkappen sehr einfach säubern lassen, sogar mit einem feuchten Lappen. Ein Schwachpunkt könnten die Kabel sein, die keinen stabilen Eindruck machen. Die Drähte selbst sind spindeldürr, und die Anschlüsse dürften vieles Zupfen und Reißen nicht überstehen.

Beeindruckend gut ist der Klang. Die Ohrstöpsel geben hohe und mittlere Töne detailreich wieder, unterscheiden klar zwischen den einzelnen Tönen und liefern butterweichen Bass. Gesprochene Wörter waren aber nicht immer gut zu verstehen. Da störte das Rauschen der Umgebung. Am Ohrhörer angebracht ist ein Mikrofon, das nicht mit allen iPod-Modellen zusammenarbeitet. Immerhin hat Apple erstmals überhaupt ein Mikrofon für seine MP3-Player im Angebot.

Die Qualität der Tonaufnahmen ist zufriedenstellend, wenn auch leise gesprochene Sätze manchmal im Rauschen untergehen und verzerrt klingen. Zusätzlich gibt es einen Lautstärkeregler sowie eine intuitiv bedienbare Steuerung: Einmaliges Klicken startet die Wiedergabe, zweimaliges Antippen springt zum nächsten Titel.