Auf den ersten Blick hat sich mit dem neuen OpenOffice nicht viel geändert. Zumindest in den Grundfunktionen kann es mit Microsofts Softwarepaket Office durchaus mithalten, und es ist weiterhin kostenlos im Internet verfügbar. Zur Software gehören die sechs Programme Writer für Textverarbeitung, Calc für Tabellen, Impress für Präsentationen sowie Datenbank, Formel-Editor und ein Zeichenprogramm.
Sehr gelungen ist das Start-Center, über das ich auf Anhieb alle Dokumente und Programme steuern konnte. Dafür braucht es keine Anleitung. Mit wenigen Klicks lässt sich so ein Dokument erstellen oder ein schon angelegtes öffnen. Über einen Rechtsklick mit der Maus ist außerdem schnell und einfach eine neue Datei innerhalb eines Programms angelegt.
Ein wenig bunter geworden ist die Benutzeroberfläche. Trotzdem fühlte ich mich zurückversetzt in die Optik der 90er-Jahre, auch als ich das erste Mal das Programm Writer öffnete. OpenOffice 3.0 kann mit vielen Formaten umgehen, unter anderem mit dem sich etablierenden OpenDocument-Format (ODF).
Darüber hinaus kann die Software Dokumente bearbeiten, die in Microsofts Office 2007 und Office 2008 für Macintosh erstellt wurden sowie PDF-Dateien exportieren. Da hat sich viel verbessert in der Kompatibilität zu den Windows- und Macintosh-Anwendungsprogrammen. Nur bei Dokumenten mit sehr komplexen Formaten musste OpenOffice passen und stellte zum Beispiel in Word eingearbeitete Fotos nicht dar.
Wie immer fehlen auch in der neuen OpenOffice-Version einige Vorlagen, Schriftarten und Cliparts, die aber vor allem Layouter gebrauchen können. Bei der Tabellenkalkulation habe ich einige Fehler in den Berechnungen entdecken müssen. Dafür aber hat mich beeindruckt, wie geschmeidig OpenOffice 3.0 zwischen den Programmen hin- und herwechselt: Bis auf die Datenbank-Software laufen alle Programme über ein Fenster ab. Für Vielnutzer ist das äußerst praktisch und übersichtlich.
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