So klein wie ein herkömmlicher USB-Stick ist Terratecs Empfänger für digitales Antennenfernsehen (DVB-T). Im Modell mit der umständlichen Bezeichnung Cinergy HTC USB XS HD (ab 75 Euro) eingebaut ist ein Tuner, der das Fernsehprogramm empfängt. Nach dem Einstöpseln in die USB-Buchse des Rechners müssen nur einige Treiber sowie die TV-Software installiert werden.
Danach beginnt der Sendersuchlauf, und nach knapp fünf Minuten hatte ich schon die ersten Programme auf dem Monitor sehen können. Bei Programmen über TV-Kabel, die der Stick ebenfalls empfangen kann, dauerte der Suchlauf etwa eine Minute länger.
Die Bedienung des Terratec-Sticks ist sehr einfach, das gilt für den Timer, für zeitversetztes Fernsehen (Timeshift) und selbst für den eingebauten Videorekorder auf Software-Basis. Damit habe ich problemlos sowohl manuell als auch automatisch Sendungen aufzeichnen und auf der Festplatte speichern können. Das Programm lässt sich sogar über Internet und Mobilfunk steuern. Bei dem Zugriff über Handy hatte ich jedoch einige Fehler bei der Programmierung feststellen müssen.
Sehr gut und übersichtlich arbeitet der elektronische Programmführer, der alle Aufgaben in einem separaten Fenster übersichtlich anzeigt. Zusätzlich gibt es noch eine "Boss"-Taste: Wer am Arbeitsplatz fernsieht oder Peinliches im Wohnzimmer auf dem Bildschirm hat, kann mithilfe der Taste sofort das Bild verschwinden lassen und den Ton stumm stellen, wenn der Chef oder Partner ins Zimmer kommt.
Beeindruckend ist die Empfangs- und Bildqualität des Cinergy-Sticks. Selbst in Randbezirken Berlins waren die TV-Signale über Antenne einwandfrei zu empfangen. Der Wechsel zwischen den Kanälen hat hier jedoch mehr als zwei Sekunden gedauert. Viele vergleichbare Modelle sind allerdings deutlich langsamer.



