Mit Modellen wie dem Noxon 2 Radio for iPod ist es endlich auch Laien möglich, die Programme der Zehntausenden Radiostationen im Internet zu empfangen. Zwar lassen sich die Programme auch auf einen Computer laden, aber die Qualität der Wiedergabe ist häufig schlecht. Außerdem haben nur wenige Radiohörer immer ihren Rechner laufen. Das Noxon 2 dagegen verfügt über keine Festplatte und funktioniert wie eine herkömmliche Stereoanlage.


Das Paket von Terratec besteht aus zwei Teilen, einem Lautsprecher und einem Abspielgerät, die sich mit einem Handgriff zusammenschließen lassen. Das gut bebilderte Handbuch stellt alle Schritte zur Installation sehr ausführlich dar. Für Experten dürften viele Hinweise banal erscheinen, aber Terratec hat das Gerät auch für Einsteiger entwickelt.

Ist das Internetradio mit dem Netzwerk verbunden, lässt sich über die Fernbedienung die Installation starten, die sehr schnell abgeschlossen ist. Gegen meine sonstigen Erfahrungen war der Anschluss an das kabellose Netzwerk problemlos möglich. Allerdings musste ich das Radio zweimal neu starten, bis es die Liste mit den Stationen anzeigte. Das Terratec-Radio macht es einem dann sehr leicht, alle Sender sofort nach Genre oder Herkunftsland zu sortieren.

Die Bedienung am Gerät ist allerdings ein wenig umständlich, da einige Bedienknöpfe auf der Rückseite angebracht sind. Grundsätzlich aber kann man alle Funktionen auch über die schwarze Fernbedienung steuern. Die allerdings ist ein großer Schwachpunkt: Nicht nur, dass sie farblich so gar nicht zum weißen Gerät passt, sie verwirrt auch durch ihre merkwürdigen Symbole. Über die Skiptasten zum Beispiel werden auch Zeichen gelöscht, und hinter der Netzwerk-Taste verbergen sich alle Geräte-Einstellungen.


Am meisten gestört hat mich jedoch, dass die Fernbedienung nur schwerfällig reagiert. Dazu kommt allerdings, dass ein Umschalten von einem zum nächsten Programm bei Internet-Radiostationen ohnehin länger dauern kann. Außerdem reicht sie nur wenige Meter weit. Dabei ist das Display am Gerät auch aus großer Entfernung gut zu erkennen. Da die meisten Radiogeräte mehr Funktionen bekommen, müssen sie auch mehr Informationen auf dem Display darstellen. Daher beleuchten die Hersteller die kleinen Bildschirme sehr gut. Wer nachts einmal neben einem solchen funkelnden Display gelegen hat, weiß es zu schätzen, dass sich das Display beim Noxon-Radio dunkler dimmen lässt.

Deutlich mehr als 10.000 Radiostationen stellt der Noxon-Empfänger zur Verfügung, und es kommen täglich welche hinzu. Nur selten setzt es bei einigen Programmen aus. Ich habe es parallel am Notebook ausprobiert und konnte feststellen, dass es an den Kanälen, nicht jedoch am Gerät lag. Sogar Podcasts von Radio- und Fernsehsendern sind einfach zu finden und abzuspielen, da sie vorsortiert in einem übersichtlichen Verzeichnis aufgelistet sind.

Terratecs Internetradio verfügt über alle notwendigen Anschlussmöglichkeiten, zum Beispiel für einen iPod, der sich komplett über die Fernbedienung steuern lässt. So kann man auch ohne Internetverbindung Musik hören. Zusätzlich habe ich Musikstücke aus meiner Sammlung auf dem Computer und über die mitgelieferte UKW-Antenne in das Gerät überspielt, das sie in hoher Qualität wiedergegeben hat. Zusätzlich gibt es einen USB-Anschluss für externe Laufwerke sowie analoge und digitale Ausgänge und den optischen Digitalausgang.

Das Noxon-Modell spielt unter anderem die gängigsten Formate MP3 und WMA ab und bietet einen Wecker. Nach einigen Fehlversuchen konnte ich es so einrichten, dass mich von mir ausgewählte Stücke vom iPod und Programme von Webradios geweckt haben. Der Klang des Noxon, vor allem der satte Bass bei höherer Lautstärke, hat mich beeindruckt.

Grund für die hohe Qualität ist ein gut abgestimmtes 2.1-Lautsprechersystem. Und das ist auch der Vorteil des in Online-Shops etwa 260 Euro teuren Geräts: Selbst wenn man kein Internetradio empfangen möchte, lässt sich ein Teil davon zumindest als Lautsprecher einsetzen.