Ich möchte mit meinem Hund gerne Zugsport betreiben, bin aber unsicher, ob ich ihn damit vielleicht überfordern könnte. Welche Hunderassen eignen sich für diesen Sport und gibt es durch das Ziehen gesundheitliche Risiken?

Andreas Ochs, Tierarzt im Zoo Berlin: Abhängig von den Lasten, die gezogen werden sollen, eignen sich im Prinzip Hunde mittlerer und großer Rassen für diesen Freizeitsport. Am bekanntesten sind natürlich die Huskies, die schon seit Langem auf Ausdauer und Kraft für solche Aufgaben selektiv gezüchtet werden.

Körperliche und charakterliche Anforderungen

Will man das Ziehen sportlich oder sogar wettkampfmäßig trainieren, so muss man beachten, dass die Hunde nicht überfordert werden und dass sie den körperlichen aber auch charakterlichen Anforderungen gewachsen sind. Das heißt, dass sie sich gut mit anderen vertragen sollten, sich eventuell in eine Rangordnung mit anderen Artgenossen einfügen und ihrem Besitzer vertrauen müssen.

Nachteilig können sich sicherlich rassespezifisch und oftmals genetisch veranlagte gesundheitliche Handicaps auswirken. In erster Linie sei hier an die Hüftdysplasie gedacht, einer angeborenen Fehlstellung der Hüftgelenke, die bei entsprechend disponierten Hunderassen oft schon in jugendlichem Alter vorhanden ist und natürlich ein absolutes Ausschlusskriterium für eine solche sportliche Aktivität wäre.

Gelenke und Herz-Kreislauf-System überprüfen lassen

Am besten ist es, wenn Sie Ihren Hund einmal in einer tierärztlichen Praxis genau mit der Fragestellung auf seine Eignung für den Zugsport untersuchen ließen. Dort kann neben der Beschaffenheit der Gelenke vor allem auch der Zustand des Herz-Kreislauf-Systems überprüft werden, dessen Gesundheit für hohe körperliche Belastungen bekanntermaßen überlebenswichtig ist.

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