Top-Marke hat triumphiert

Kaffeevollautomaten bei Stiftung Warentest – die Testsieger

| Lesedauer: 9 Minuten
Die besten Kaffeevollautomaten // IMTEST

Die besten Kaffeevollautomaten // IMTEST

Kaffeevollautomaten sind bequem, aber oft auch teuer. Wie gut sind aktuelle Modelle unter 1000 Euro? IMTEST hat es überpüft.

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Die Stiftung Warentest hat 2022 elf Kaffeevollautomaten untersucht. Der Testsieger hat mit einer großen Getränkeauswahl überzeugt.

Berlin. 
  • In vielen Haushalten findet sich mittlerweile ein Kaffeevollautomat
  • Die Geräte können neben normalem Kaffee oft noch viele weitere Kaffeespezialitäten zubereiten
  • Die Stiftung Warentest hat sich die Modelle verschiedener Hersteller genau angeschaut

Der Kaffee ist für viele Verbraucher Genuss und Lieblingsgetränk – davon zeugen die Analysen vom Deutschen Kaffeeverband von September 2022. Pro Kopf und Tag wurde im zweiten Quartal durchschnittlich 3,8 Tassen der aromatischen Bohne konsumiert – ein neuer Rekord. Verwunderlich sind die Zahlen – die auf der Studie "So trinkt Deutschland Kaffee" basieren – nicht. Schließlich ist der Kaffeekonsum in Deutschland über die Jahre fortlaufend angestiegen. Für viele Verbraucher gehört die Tasse Kaffee am Morgen einfach dazu.

"De'Longhi" und Co. – Stiftung Warentest testet elf Kaffeevollautomaten

Doch Vorsicht: Kaffee am Morgen sollten Sie nicht auf leeren Magen trinken – denn laut einer Studie ist das koffeinhaltige Getränk auf nüchternen Magen ungesund und kann den Blutzucker beeinflussen. Auch kann zu viel Kaffee das Sterberisiko erhöhen – dazu haben Experten ebenfalls eine interessante Studie veröffentlicht. In begrenzter Menge ist Kaffee für die meisten Verbraucher aber unbedenklich und sogar gesundheitsfördernd. Für die Zubereitung der Kaffeespezialität kommt neben der klassischen Kaffeemaschine auch ein Kaffeevollautomat infrage.

Weitere Tests zu anderen beliebten Produkten und Trends finden Sie auf der Themenseite der Berliner Morgenpost.

Und nein – beides ist nicht dasselbe. Im Unterschied zu einer Filtermaschine können Kaffeevollautomaten verschiedene Kaffeespezialitäten auf Knopfdruck zubereiten. Und im Unterschied zu einer Kapsel- oder Padmaschine werden die Kaffeebohnen frisch gemahlen. Viele Kaffeevollautomaten haben auch noch einen integrierten Milchaufschäumer für Cappuccino und Co. Die Stiftung Warentest hat im November 2022 in einem großen Test die Kaffeevollautomaten von elf bekannten Marken genau untersucht.

Name Stiftung Warentest 
Gründung 4. Dezember 1964 in Berlin
CEO Hubertus Primus (seit 01/2012)
Hauptsitz Berlin
Mitarbeiterzahl 374 (2021)
Umsatz 63,7 Mio. Euro (2021)

Kaffeevollautomaten im Test: Testsieger überzeugt Stiftung Warentest in diesen Kategorien

Den Fokus hatten die Tester primär auf die Getränkezubereitung und die Handhabung der Vollautomaten gelegt. Aber auch Umwelteigenschaften oder die Sicherheit und mögliche Schadstoffe im Material sind in die Bewertung eingeflossen – der komplette Kaffeevollautomaten-Test der Stiftung Warentest kann auf "test.de" kostenpflichtig eingesehen werden. Hier im Beitrag haben wir uns für Sie das beste Produkt im Test sowie den Preis-Leistungs-Sieger genauer angeschaut. Der Testsieger kommt von der Marke "De'Longhi".

Im Test der Kaffeevollautomaten der Stiftung Warentest erreichte der "De'Longhi Kaffeevollautomat Eletta Explore" die Gesamtnote "Gut" (1,7) und setzt sich damit noch vor die Geräte von Saeco (2,0) und Philips (2,1). Dahinter folgen die Kaffeevollautomaten der Marken Miele, Siemens, Melitta und Krups. Der Testsieger von "De'Longhi" hat die Tester primär mit seiner großen Getränkeauswahl und der leichten Handhabung überzeugt – doch auch in der Kategorie beste Umwelteigenschaften hat das Testsieger-Gerät am besten abgeschnitten.

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Stiftung Warentest: Preis-Leistungs-Sieger der Kaffeevollautomaten erstaunt mit Zubereitung

In die "De'Longhi Eletta Explore" können sowohl Bohnen als auch Pulverkaffee gefüllt werden. Der Bohnenbehälter fasst 300 Gramm und der Wassertank knapp zwei Liter. Zur Auswahl stehen: 40 vorinstallierte Kaffeerezepte plus 13 Mahlgrade. Von Cappuccino über Espresso bis zu Latte macchiato lassen sich fast alle Kaffeespezialitäten zubereiten. Doch der Testsieger von Stiftung Warentest hat dafür auch seinen Preis – Stand 23. Februar 2023 müssen Sie mehr als 800 Euro für das Hightech-Gerät auf den Tisch legen.

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Deutlich günstiger ist hier der Kaffeevollautomat "2200 Serie EP2231/40 LatteGo" von Philips. Von der Stiftung Warentest wurde das Gerät zum Preis-Leistung-Sieger erklärt. Für rund 400 Euro bekommen die Verbraucher ein top ausgestattetes Gerät. Mit der Note "Gut" (2,1) hat der Kaffeevollautomat von Philips auch nur geringfügig schlechter abgeschnitten als der doppelt so teure Testsieger. In der Getränkezubereitung hat das Philips-Gerät sogar besser abgeschnitten als der zweitplatzierte Kaffeevollautomat von "Saeco".

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Kaffeevollautomat bei Stiftung Warentest: Der Vizesieger – das kann die Maschine von "Saeco"

Doch die minimal schlechtere Handhabung hat im Test der Stiftung Warentest dann doch nur für Platz drei gereicht. Im Unterschied zum Testsieger stehen etwas weniger Getränke zur Auswahl – was für den alltäglichen Gebrauch für viele Verbraucher aber normalerweise ausreicht. Per Knopfdruck gibt es zudem heißes Wasser und auch die Kaffeestärke sowie die Menge an Kaffee und Milch können individuell eingestellt werden. Auch Mahlgrad sowie die Temperatur können über das Display reguliert werden.

Preislich zwischen "De'Longhi" und "Philips" reiht sich im Test der Kaffeevollautomaten der Stiftung Warentest das Gerät "GranAroma SM6580/00" von "Saeco" ein. Die Tester bewerten es in allen Testkategorien nur minimal schlechter als den Testsieger von "De'Longhi". Mit einem Preis von um die 680 Euro ist der Kaffeevollautomat aber etwas günstiger als das Gerät von "De'Longhi". Auch hier bekommen die Verbraucher viel geboten: 14 Milch- und vor allem Kaffeespezialitäten treffen auf viele individuelle Einstellungsoptionen.

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Stiftung Warentest testet Kaffeevollautomaten: Der Testsieger und die Vizesieger im Vergleich

Von der Brühtemperatur über die Kaffeemenge bis zur Stärke können die Verbraucher ihren ganz persönlichen Kaffee zubereiten lassen. Ein Highlight ist das Scheibenmahlwerk aus Keramik – der Hersteller wirbt hier mit einer sehr schonenden Zubereitung. Im Vergleich zum Preis-Leistungs-Sieger von "Philips" haben die Verbraucher hier noch einmal ein paar mehr Optionen und Extras an Bord – müssen dafür aber auch etwas tiefer in die Tasche greifen. Alle hier näher vorgestellten Kaffeevollautomaten verfügen über einen Milchaufschäumer.

Doch wie gesund ist die Milch im Kaffee eigentlich? Laut einer Studie sollte man Kaffee besser schwarz und ohne Milch konsumieren. Wieder eine andere Studie hat sich mit der entzündungshemmenden Wirkung aus der Kombination Kaffee und Milch befasst – offenbar gehen hier die Ansichten vieler Forscher auseinander. Fest steht: In Kaffeemaschinen ohne Milchaufschäumer sparen sich die Verbraucher viel Reinigungsarbeit. Denn ein Kaffeevollautomat ist – unabhängig vom Testergebnis der Stiftung Warentest – immer mit einem Reinigungsaufwand verbunden.

Kaffeevollautomat: Die besten Produkte der Stiftung Warentest im Vergleich

  De'Longhi "Eletta Explore" Saeco "GranAroma" Philips "LatteGo"
Gesamtnote "Gut" (1,7) "Gut" (2,0) "Gut" (2,1)
Preis 829 Euro 679 Euro 400 Euro
Pumpendruck 19 bar 15 bar 15 bar
Mahlwerk Kegelmahlwerk Scheibenmahlwerk Scheibenmahlwerk
Wassertankkapazität 1,8 Liter 1,8 Liter 1,8 Liter
Leistung 1.450 Watt 1.500 Watt 1.500 Watt
Gewicht 11,4 Kilogramm 9 Kilogramm 8 Kilogramm
Größe (H x B x T) 38,5 x 26 x 45 Zentimeter 44,8 x 26,2 x 38,3 Zentimeter 36,6 x 24,7 x 43,4

Fazit zum Test der Stiftung Warentest: Der beste Kaffeevollautomat muss gar nicht teuer sein

Die Vernachlässigung der Pflege kann gesundheitliche Folgen haben. Denn Kaffeemaschinen- oder Vollautomaten sind anfällig für Schimmel – zumindest bei unzureichender Reinigung und Pflege. Das Unternehmen "coffee-perfect" empfiehlt bei täglicher Benutzung auch die tägliche Reinigung. Milchsystem und Kaffeesatzbehälter sollten täglich gereinigt werden. Die ganze Brühgruppe sollte mindestens einmal pro Woche und der Wassertank sollte einmal im Monat gereinigt werden. Das Reinigungsprogramm meldet sich meist automatisch.

Das Fazit zum Test der Kaffeevollautomaten der Stiftung Warentest: Ein guter Kaffeevollautomat muss nicht mehr als 800 Euro kosten. Auch der Preis-Leistungs-Sieger von "Philips" hat die Tester überzeugt und bietet ausreichend Kaffeespezialitäten zur Auswahl. Die Hightech-Geräte von "De'Longhi" und "Saeco" haben ihren Preis – lassen dafür aber kaum einen Wunsch offen. Für Vieltrinker und Genießer können sie eine Option sein – zumal man sich auch nicht jeden Tag einen Kaffeevollautomaten kauft.

Kaffeevollautomaten: Test von Stiftung Warentest zeigt – auf diese Merkmale sollten Sie achten

Der Test der Stiftung Warentest ist von November 2022. Neuere oder Nachfolgemodelle können somit nicht berücksichtigt werden. Die Maschinen gibt es aber weiter zu kaufen. Unser Preisvergleich kann Ihnen bei der Orientierung helfen. Zudem zeigt der Test der Stiftung Warentest die wichtigen Merkmale auf. Die Getränkeauswahl ist bei einem Kaffeevollautomaten natürlich wichtig. Doch auch Faktoren wie Handhabung oder Verarbeitung sollte man im Blick haben. Im Test der Stiftung Warentest ist keine Maschine mit Schadstoffen aufgefallen.

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