Steuerzahler sollten sich die Fristen für die Abgabe ihrer Steuererklärung aufschreiben. Dabei gelten unterschiedliche Termine: Für die Steuererklärung 2024 ist die reguläre Frist ohne Steuerberater bereits abgelaufen. Wer einen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein nutzt, kann die Erklärung aber grundsätzlich noch bis zum 30. April 2026 einreichen. Für die Steuererklärung 2025 gilt ohne Beratung der 31. Juli 2026, mit Beratung der 1. März 2027 als Abgabetermin.

Wer seine Steuererklärung freiwillig abgibt, hat meist deutlich länger Zeit – in der Regel vier Jahre. Das heißt: Bis Ende 2026 können Steuerzahler noch ihre Steuererklärungen 2022, 2023, 2024 und 2025 an das Finanzamt senden. Was passiert bei einer verpassten Frist? Die wichtigsten Termine und Informationen im Überblick.

Steuererklärung Frist 2025: Bis wann muss die Erklärung abgegeben werden?

In der Regel muss die Steuererklärung seit 2019 jedes Jahr bis zum 31. Juli beim Finanzamt sein – also immer sieben Monate nach dem Veranlagungszeitraum. Das gilt aber nicht, wenn der Steuerzahler die Hilfe eines Profis in Anspruch nimmt. Wann ein Steuerberater finanzielle Vorteile bringt. Für das Steuerjahr 2025 gelten diese Fristen:

  • Ohne Steuerberater: 31. Juli 2026
  • Mit Steuerberater: 1. März 2027
  • Freiwillige Steuererklärung: bis 31. Dezember 2029

Wichtig ist der Unterschied zwischen Pflichtveranlagung und freiwilliger Steuererklärung. Wer zur Abgabe verpflichtet ist, muss die gesetzliche Frist einhalten. Das gilt für Selbstständige und Gewerbetreibende, aber in manchen Fällen auch für Arbeitnehmer. Wer seine Steuererklärung freiwillig abgibt, hat deutlich länger Zeit. Das lohnt sich beispielsweise bei Ausgaben oder Belastungen, die über die Pauschalen hinausgehen.

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Bei der Abgabe der Steuererklärung gelten unterschiedliche Fristen.© Getty Images/iStockphoto | Alihan Usullu

Steuererklärung Frist 2024: Welche Termine gelten?

Für das Steuerjahr 2024 gelten hingegen diese Fristen:

  • Ohne Steuerberater: 31. Juli 2025 (bereits abgelaufen)
  • Mit Steuerberater: 30. April 2026
  • Freiwillige Steuererklärung: bis 31. Dezember 2028

Steuererklärung Frist 2023: Abgabefristen im Überblick

Für das Steuerjahr 2023 gelten diese Fristen:

  • Ohne Steuerberater: 2. September 2024 (bereits abgelaufen)
  • Mit Steuerberater: 2. Juni 2025
  • Freiwillige Steuererklärung: bis 31. Dezember 2027

Steuererklärung: Frist mit Steuerberater

Wer einen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein einschaltet, hat bei verpflichtenden Steuererklärungen in der Regel mehr Zeit.

  • Für das Steuerjahr 2024: bis 30. April 2026
  • Für das Steuerjahr 2025: bis 1. März 2027
Ein Mann spart
Mit der Hilfe eines Steuerberaters bleibt auch mehr Zeit für die Steuererklärung.© Getty Images | skynesher

Freiwillige Steuererklärung: Welche Frist gilt?

Wer nicht zur Abgabe verpflichtet ist, kann seine Steuererklärung freiwillig einreichen. Das ist vor allem für Arbeitnehmer interessant, die sich zu viel gezahlte Steuern zurückholen möchten. In den Fällen gilt eine Vierjahresfrist, in denen Steuerzahler ihre Steuererklärung auch rückwirkend einreichen können.

  • Steuerjahr 2023: bis 31. Dezember 2027
  • Steuerjahr 2024: bis 31. Dezember 2028
  • Steuerjahr 2025: bis 31. Dezember 2029

Steuererklärung: Frist verpasst – was jetzt passiert

Das Finanzamt von Nordrhein-Westfalen weist darauf hin, dass es mehr Zeit für die Abgabe der Steuererklärung nur in Ausnahmefällen gibt. Der Rat der Finanzbehörde: Können Steuerzahler absehen, dass sie den Abgabetermin nicht einhalten können, sollten sie schriftlich eine Fristverlängerung beim zuständigen Finanzamt beantragen. Darin sollten sie ihren Antrag begründen und einen neuen Abgabetermin nennen. 

Wer die Frist ohne Erlaubnis versäumt, muss mit Konsequenzen rechnen. Das Finanzamt kann einen Verspätungszuschlag festsetzen. Ob das passiert, liegt im Ermessen des Finanzamts. Mit einer Ausnahme: Geht die Steuererklärung nicht innerhalb von 14 Monaten nach Ablauf des Besteuerungsjahres ein, fällt immer ein automatischer Verspätungszuschlag an. Dessen Höhe ist seit 2019 gesetzlich festgelegt.

Der Verspätungszuschlag beträgt 0,25 Prozent der festgesetzten Steuer, mindestens aber 25 Euro für jeden Monat. Maximal werden 25.000 Euro Verspätungszuschlag fällig. Das Finanzamt kann außerdem Zwangsgelder androhen oder festsetzen. Als letztes Mittel schätzt es die Besteuerungsgrundlagen.

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Wer die Frist für seine Steuererklärung nicht einhalten kann, sollte sich schnell ans Finanzamt wenden.© IKZ | Christin Klose

Wer muss eine Steuererklärung abgeben?

Nicht jeder Arbeitnehmer muss eine Steuererklärung abgeben. Eine Pflicht gilt insbesondere unter folgenden Voraussetzungen:

  • Sie haben im Laufe des Jahres gleichzeitig für mehrere Arbeitgeber gearbeitet.
  • Sie haben neben Ihrem regulären Arbeitslohn zusätzliche Einkünfte von mehr als 410 Euro im Jahr erzielt. Dazu gehören zum Beispiel Einnahmen aus einer Nebentätigkeit oder Mieteinnahmen.
  • Sie haben Lohnersatzleistungen erhalten. Dazu zählen Kurzarbeitergeld, Elterngeld oder Krankengeld.

Das sind nur einige typische Fälle. Daneben gibt es noch weitere Konstellationen, in denen eine Steuererklärung verpflichtend ist. Eine vollständige Übersicht bieten das Steuerportal von Elster oder die Finanzverwaltung NRW.

Unterscheiden sich die Fristen je Bundesland?

Die Abgabefristen für die Einkommensteuererklärung gelten bundesweit einheitlich. Das zeigen auch die Angaben der Landesfinanzverwaltungen.

  • Hessen: Für 2024 ohne Steuerberatung 31. Juli 2025
  • Bayern: Für 2024 ohne Steuerberatung 31. Juli 2025, mit Beratung 30. April 2026
  • NRW / andere Länder: grundsätzlich dieselben gesetzlichen Fristen
Die Eingabe des Steuerportals Elster
Die Fristen für die Steuererklärung sind bundesweit gleich. © Bernd Weißbrod/dpa | Bernd Weißbrod

Steuererklärung schneller erledigen: Online-Programme helfen

Wer seine Steuererklärung möglichst schnell und unkompliziert erledigen will, muss längst nicht mehr mit Papierformularen arbeiten. Neben dem offiziellen Steuerprogramm des Bundes „Mein Elster“ führen auch zahlreiche Softwares und Apps Schritt für Schritt durch die Erklärung. Im Gegensatz zum Elster-Portal informieren sie Steuerzahler auch über ihr Sparpotenzial. Unser Steuersoftware-Vergleich zeigt die besten Programme für unterschiedliche Nutzertypen. In der Elster-App soll bald auch eine Ein-Klick-Steuererklärung möglich sein. Profis äußern Bedenken über die „MeinElster+“-Funktion.

FAQ: Wichtige Fragen zur Steuererklärungsfrist

Bis wann muss die Steuererklärung abgegeben werden?

Für die Steuererklärung 2024 gilt ohne Steuerberater grundsätzlich der 31. Juli 2025 als Frist. Für die Steuererklärung 2025 ist es der 31. Juli 2026. Mit Steuerberatung gelten längere Fristen.

Welche Frist gilt mit Steuerberater?

Für das Steuerjahr 2024 gilt mit Steuerberater grundsätzlich der 30. April 2026 als Abgabetermin, für das Jahr 2025 ist es der 1. März 2027. Die verlängerte Frist gilt in der Regel automatisch.

Wie lange hat man für eine freiwillige Steuererklärung Zeit?

In der Regel vier Jahre. Für 2023 läuft die Frist bis zum 31. Dezember 2027, für 2024 bis zum 31. Dezember 2028 und für 2025 bis zum 31. Dezember 2029.

Was passiert, wenn man die Frist verpasst?

Bei einer verpassten Frist kann das Finanzamt einen Verspätungszuschlag festsetzen, Zwangsgelder einfordern und die Besteuerungsgrundlagen schätzen.

Quellen:

Anleitung zur Einkommensteuererklärung 2024 (ELSTER-Hilfe), in: ELSTER – Elektronische Steuererklärung. Zuletzt abgerufen am 13.03.2026

Abgabepflichten und -fristen, in: Finanzverwaltung Nordrhein-Westfalen. Zuletzt abgerufen am 13.03.2026

Abgabefrist für die Steuererklärung verpasst – was nun?, in: Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH). Zuletzt abgerufen am 13.03.2026

Bis wann muss die Steuererklärung abgegeben werden?, in: Vereinigte Lohnsteuerhilfe e. V. (VLH). Zuletzt abgerufen am 13.03.2026

§ 152 Verspätungszuschlag, in: Gesetze im Internet (Abgabenordnung – AO). Zuletzt abgerufen am 13.03.2026