Wer regelmäßig Tee trinkt, könnte seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden. Darauf deutet eine große chinesische Studie hin. Besonders günstige Zusammenhänge zeigten sich bei schwarzem Tee. Allerdings gibt es Einschränkungen bei der Aussagekraft der Ergebnisse.

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Für die Untersuchung wertete ein Forschungsteam die Daten von 485.934 Erwachsenen aus China aus. Die Teilnehmenden wurden im Durchschnitt etwas mehr als neun Jahre lang beobachtet. In diesem Zeitraum registrierten die Forschenden 14.863 Fälle von Gefäßerkrankungen. Dazu gehörten Erkrankungen der Herz- und Hirngefäße sowie der Beinarterien.

Die Ergebnisse, die im „Journal of Internal Medicine“ veröffentlicht wurden, zeigen einen Zusammenhang zwischen regelmäßigem Teetrinken und einem geringeren Erkrankungsrisiko: Menschen, die mindestens einmal pro Woche Tee tranken, waren seltener von Herz-Kreislauf-Erkrankungen betroffen als Personen, die keinen Tee tranken. Das geschätzte Risiko lag bei den Teetrinkern um elf Prozent niedriger.

Welche Teesorte sich am besten eignet

Den Daten zufolge war der Zusammenhang bei einer bestimmten Trinkmenge besonders ausgeprägt. Das niedrigste geschätzte Risiko zeigte sich bei etwa sechs bis acht Tassen Tee täglich. Bei einem höheren Konsum nahm der günstige Zusammenhang wieder ab.

Auch die Teesorte und die Zubereitung könnten eine Rolle spielen. Schwarzer Tee war in der Untersuchung beständiger mit einem geringeren Gefäßrisiko verbunden als grüner Tee. Zudem schnitt Tee mittlerer Stärke günstiger ab als stärker aufgebrühte Varianten.

Auf die Temperatur kommt es offenbar ebenfalls an. Wer seinen Tee sehr heiß trank, wies laut der Auswertung ein erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko auf. Es könnte sich daher lohnen, das Getränk vor dem Trinken etwas abkühlen zu lassen.

Kein Beweis für eine Schutzwirkung

Die Ergebnisse bedeuten allerdings nicht, dass Tee Herz-Kreislauf-Erkrankungen nachweislich verhindert. Die Untersuchung ist eine Beobachtungsstudie. Sie kann Zusammenhänge zwischen dem Trinkverhalten und dem Gesundheitszustand aufzeigen, aber nicht belegen, dass der Tee selbst für das geringere Risiko verantwortlich ist.

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Die Forschenden berücksichtigten bei ihrer Auswertung auch andere Einflussfaktoren auf die Gesundheit. Besonders günstig schnitt die Kombination aus regelmäßigem Teetrinken, Nichtrauchen und viel Bewegung ab. Menschen mit dieser Lebensweise hatten in der Untersuchung das niedrigste Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.