Rückblickend wird Petra vieles klar. Die Berlinerin war ein sehr lebhaftes Kind, das nie stillstand. Mit ihrem Vater war sie auf Sportplätzen unterwegs, erprobte sich beim Rhönrad, bei Leichtathletik und Geräteturnen. Später kamen Rock ’n’ Roll und Langstreckenläufe hinzu. Viele Termine, viele Menschen und Herausforderungen waren ihr Ding, berichtet die 65‑Jährige.

War sie nicht beim Sport, ging Petra oft zu ihrer Großmutter. Dort gab es Tiere, einen Garten und Platz zum Klettern und Ausprobieren. „Ich hatte Glück mit meinem Umfeld und konnte meinen Bewegungsdrang ausleben“, sagt Petra heute. Probleme gab es erst, wenn das Auspowern fehlte. „Schon in der Grundschule hatte ich Schwierigkeiten mit Konzentration und Lernen und oft das Gefühl, dass ich mich bei meiner eigenen Lernentwicklung selbst behinderte“, schildert sie. Jahrzehnte später bekommt sie eine Erklärung dafür: Petra ist 64 Jahre alt, als bei ihr ADHS diagnostiziert wird.

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