„Ich habe immer wieder gesagt: Irgendetwas stimmt nicht.“ Wenn Natascha Müller-Kuhn heute an die Zeit nach der Geburt ihres Sohnes zurückdenkt, spürt sie noch immer die Hilflosigkeit von damals. Die heute 36-Jährige hatte sich so auf ihr erstes Kind gefreut. Doch die Geburt im Januar 2023 wurde zum Albtraum. Mehr als 60 Stunden dauerte sie, schließlich musste ein Kaiserschnitt gemacht werden. „Es war der schlimmste Zustand, den ich je erlebt habe“, erinnert sie sich. Sie verlor viel Blut und konnte lange kaum aufstehen.
Schon wenige Wochen später merkte sie, dass ihr Körper sich nicht so erholte wie erwartet. „Alle haben gesagt, das braucht einfach Zeit. Aber ich habe gespürt, dass etwas nicht stimmt.“ Ihr Bauch blieb stark vorgewölbt, dazu kamen stechende Schmerzen im unteren Rücken. „Ich konnte nicht einmal ein Bein anheben.“ Selbst das Tragen ihres Babys wurde zur Qual. „Ich hatte das Gefühl, in einem fremden Körper zu stecken.“ Schnelles Gehen oder Springen waren kaum möglich. Gleichzeitig fehlten ihr Kraft und Gleichgewicht. Was Müller-Kuhn damals noch nicht wusste: Sie litt unter einer Rektusdiastase. Sie erzählt, was ihr nach einem langen Leidensweg endlich geholfen hat. Ein Experte ordnet ein.





