Zusammenfassung

  • Kinder mit Typ-1-Diabetes, die zusätzlich an ADHS leiden, stehen im Alltag vor besonderen Herausforderungen.
  • Dabei bleibt ADHS bei diesen Kindern häufig unerkannt, was zusätzliche Risiken mit sich bringt.
  • Drei Expertinnen erklären, wie Kinder mit beiden Erkrankungen leben können.

Blutzucker messen, Insulin dosieren, Mahlzeiten planen: Kinder mit Diabetes müssen früh lernen, ihren Körper und ihre Ernährung genau im Blick zu behalten. Umso belastender ist es, wenn zusätzlich eine ADHS, eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, hinzukommt. Rund jeder Zwanzigste der jungen Diabetespatienten (5 Prozent) ist davon betroffen. Damit wird ADHS bei ihnen deutlich häufiger diagnostiziert als in der Allgemeinbevölkerung.

Wie tückisch die Kombination aus Diabetes und ADHS sein kann, zeigen Studien: Betroffene Kinder haben häufiger schlechte Langzeitblutzuckerwerte und geraten öfter in gefährliche Unterzuckerungen. Gleichzeitig bleibt ADHS bei vielen von ihnen lange unerkannt. Woran das liegt und wie Kinder einen sicheren Umgang mit beiden Erkrankungen entwickeln können, erklären drei Expertinnen.