„Ich habe einen Penis, bin aber ein Mädchen“ – mit solchen Aussagen ist Dorina Kunzweiler-Holzer in ihrer Praxis oft konfrontiert. Die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin arbeitet unter anderem mit Familien, in denen sich ein Kind als „trans“ definiert. So wird eine Person bezeichnet, deren gefühltes Geschlecht sich von dem biologischen Geschlecht unterscheidet.
Lange Zeit wurden Transpersonen stigmatisiert. Erst 2019 strich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Transgeschlechtlichkeit aus der Liste der psychischen Erkrankungen. Studien legen nahe, dass hormonelle Einflüsse während der Schwangerschaft, genetische sowie neurobiologische Faktoren die Transgeschlechtlichkeit bereits im Mutterleib anlegen. Die Beschäftigung mit der Widersprüchlichkeit zwischen dem gefühlten und dem zugewiesenen Geschlecht beginnt meist schon in der Kindheit. Hier erklärt Expertin Kunzweiler-Holzer, wann sich Kinder meist outen und wie Eltern mit dem Geschlechterwandel umgehen können.





